Schwarzkümmelöl
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Schwarzkümmelöl – Inhaltsstoffe und Anwendungsbereiche des vielseitigen Heilmittels

Ein Löffel davon im Essen sorgt für einen exotischen Geschmack, ein Löffel pur kann bei vielen unterschiedlichen Erkrankungen helfen, und sogar Tiere profitieren davon – Schwarzkümmelöl ist wirklich ein Naturheilmittel, das ganz besonders vielseitig einsetzbar ist. Wenn du jetzt denkst, dass du ja bereits jeden Tag Kümmel in deinen Speisen verarbeitest und daher ausreichend davon zu dich nimmst, liegst du leider falsch. Schwarzkümmelöl hat überhaupt nichts mit dem herkömmlichen Kümmel oder Kreuzkümmel zu tun. Was genau Schwarzkümmelöl von einfachem Kümmel unterscheidet, und welche Vorteile das Naturheilmittel bietet, erfährst du in diesem Ratgeber.

Themen in der Übersicht

 

 

Schwarzkümmelöl – Was ist das?

Schwarzkümmelöl ist keine neue Entdeckung, ganz im Gegenteil. Bereits seit mehr als 2000 Jahren wird dieses Öl im Orient als Naturheilmittel eingesetzt. Es kann als Gewürz genutzt werden, bietet aber auch eine heilsame Wirkung. Es hat lange gedauert, aber nun hat sich Schwarzkümmelöl auch in Westeuropa durchgesetzt. Das Öl wird aus den getrockneten Samen des Schwarzkümmels gewonnen. Dieses Schwarzkümmelöl kann nicht nur äußerlich angewendet werden, sondern vor allen Dingen auch innerlich. Dann kann es sein volles Potenzial am besten entfalten. Es kann Linderung verschaffen bei vielen unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen. Das Öl enthält sehr viele Inhaltsstoffe, diese machen es so wertvoll. Es wird aus den schwarzen Samen der Pflanze gewonnen. 

Schwarzkümmelöl Pflanze

Hintergrundwissen zur Pflanze: Echter Schwarzkümmel

Beim Echten Schwarzkümmel, auch bekannt als Nigella sativa, handelt es sich um eine Pflanzenart, die in der Familie der Hahnenfußgewächse zu Hause ist. Auch wenn der Name es vielleicht vermuten lässt, ist der Schwarzkümmel nicht verwandt mit dem hierzulande ebenfalls oft genutzten Kümmel oder dem Kreuzkümmel. Es handelt sich um eine recht schlanke, oft sogar gedrungene krautige Pflanze, die einjährig ist. Die Wuchshöhen, die diese Pflanze erreicht, können von 15 cm bis 50 cm reichen. Sie wächst aufrecht, die Stängel sind verzweigt. Die Blüten sind weiß bis blau-grau, und sie blühen hierzulande in der Zeit zwischen Juni und August. Kurz danach entwickeln sich in Balgfrüchten die braunschwarzen Samen, die rund 2 bis 3 Millimeter groß sind. 

Herkunft des Schwarzkümmelöls

Ursprünglich stammt der Echte Schwarzkümmel aus Westasien, dem Irak und der Türkei. Besonders die alten Ägypter wussten die Wirkung der Schwarzkümmels zu schätzen, er wird dort bereits seit tausenden von Jahren genutzt als sehr vielseitiges Hausmittel. Auch in Indien kommt Schwarzkümmelöl oft zum Einsatz, nicht nur in der Ernährung und der Medizin, sondern auch in der Ayurveda-Lehre. Der Schwarzkümmel wird heute oft in den Oasen der Wüstengebiete Ägyptens angebaut. Er gedeiht aber ebenfalls sehr gut in Indien, Südeuropa, anderen Teilen Nordafrikas und Pakistan.

Schwarzkümmel Samen

Schwarzkümmelöl – Was ist drin?

Schwarzkümmelöl wird nicht ohne Grund bereits seit tausenden von Jahren als Naturheilmittel eingesetzt. Es kann bei vielen unterschiedlichen Beschwerden Linderung bringen. Es sind seine vielen wertvollen Inhaltsstoffe, die für die Wirkung sorgen. Die folgenden Hauptbestandteile des Schwarzkümmelöls sorgen für seine gesundheitsfördernde Wirkung.

Inhaltsstoffe des Schwarzkümmels

  • Vitamine

Vitamin B1, B2, B6, C und E, Beta-Carotin (Vorstufe für Vitamin A), Biotin, Folsäure

  • Mineralstoffe

Magnesium, Zink, Selen

  • Aminosäuren

Lysin, Valin, Phenylalanin, Arginin, Tyrosin, Serin, Glycin, Asparagin

     

    • Ätherische Öle

    Schwarzkümmelöl enthält rund 1% ätherische Öle, darin sind rund 50% Thymochinon enthalten, 40% p-Cymen und bis zu 15% alpha-Pinen

    • Essenzielle ungesättigte Fettsäuren

    60% Linolsäure, 10% Dihomolinolsäure, 3% Eicosadiensäure, Gamma-Linolensäure

    • Melanthin
    • Saponin
    • Nigellon Semohiopion

    Mineralien und Vitamine wirken im Körper zusammen und sind für gesunde Körperfunktionen absolut unverzichtbar. Sie spielen aber noch eine andere Rolle: Die Vitamine C und E und der Mineralstoff Selen zählen unter anderem zu den Wirkstoffen des Öls, die als starke Antioxidantien bekannt sind. Somit sind sie in der Lage, die Zellen des Körpers vor schädlichen Umwelteinflüssen oder Stress zu schützen. Der Anteil der ätherischen Öle ist zwar gering, dennoch sind sie sehr wichtig. Sie tragen zu der antibakteriellen, desinfizierenden und antimykotischen Wirkung des Schwarzkümmelöls bei. Nicht zu unterschätzen ist auch die Wichtigkeit der ungesättigten Fettsäuren. Sie müssen immer in einer ausreichenden Menge von außen zugeführt werden, damit die Stoffwechselfunktionen im Körper richtig ausgeführt werden können. Sie sind auch beteiligt an der Bildung von Prostaglandinen. Diese Substanzen sind wiederum beteiligt an der Steuerung unterschiedlicher Nervenfunktionen. Zudem sind sie in der Lage, allergische Reaktionen zu beeinflussen.

    Anwendungsbereiche von Schwarzkümmelöl: Warum ist es so gesund?

    Schwarzkümmelöl ist mit einer Fülle an unterschiedlichen Wirkstoffen gesegnet. Diese haben bei unterschiedlichen Anwendungsgebieten eine positive Wirkung.

    Schwarzkümmelöl bei allergischen und infektiösen Erkrankungen der Atemwege

    Gerade im Frühjahr leiden viele Menschen unter allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen. Diese Erkrankung ist sehr weit verbreitet, und bringt nicht nur eine verstopfte Nase und juckende Augen mit sich. Die gesamten oberen Atemwege sind bei dieser Erkrankung betroffen. Beim allergischen Asthma sind die unteren Atemwege betroffen. Schwarzkümmelöl kann bei einigen Erkrankungen der Atemwege positive Effekte hervorrufen. Dazu zählt neben dem Heuschnupfen auch Husten, chronische Bronchitis, Schnupfen, Nebenhöhlenvereiterung und allergisch bedingtes Bronchialasthma. Die Wirkstoffe im Schwarzkümmelöl haben eine gefäßerweiternde und sekretlösende Wirkung. Zudem wird das Immunsystem reguliert. Es ist möglich, dass sich bei Asthmatikern das Lungenvolumen deutlich verbessert. Heuschnupfen-Allergiker profitieren von dem Effekt, dass Schwarzkümmelöl die Überempfindlichkeit gegenüber den Eiweißkomponenten der Pollen reduzieren kann.

     

    Schwarzkümmelöl zum Inhalieren

    Wirkung auf das Immunsystem

    Thymochinon – das ist der Name des Inhaltsstoffs, der immunstärkende Eigenschaften aufweist. Dieser Stoff ist ein wichtiger Bestandteil des Öls und hat eine umfassende Wirkung auf das Immunsystem. Es ist möglich, dass die Immunzellaktivität gestärkt wird, gleichzeitig werden verstärkt Antikörper gebildet. Schwarzkümmelöl wirkt zudem antioxidativ. Es stärkt die antioxidativen Enzyme, die sich in der Leber befinden. Außerdem schützt es mit seinen Inhaltsstoffen unterschiedliche Gewebe in Magen, Nieren, Leber und den Blutgefäßen davor, oxidative Schäden zu nehmen. Es senkt den Homocysteinspiegel und sorgt dafür, dass die natürlichen Killerzellen des Körpers, die weißen Blutkörperchen, besonders aktiv sind. Es ist ihre Aufgabe, die Viren im Körper aufzuspüren und auszuschalten. Sie werden aber auch aktiv, wenn sich Tumore bilden. Schwarzkümmelöl trägt dazu bei, dass sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht, und leistet somit einen Beitrag zur Stärkung der Abwehrkräfte. Der Körper ist besser gegen Erkältungen, Grippe und Viren geschützt.

    Schwarzkümmelöl und Hauterkrankungen

    Die Haut juckt, schuppt und ist entzündet. Viele Menschen kennen diese Symptome sehr gut. Ekzeme, Neurodermitis und Schuppenflechte sind weit verbreitete Erkrankungen. Schwarzkümmelöl kann bei diesen Erkrankungen sehr vielseitig wirken. Die ungesättigten Fettsäuren pflegen die Haut, so kann Krankheitsschüben vorgebeugt werden. Zudem können die Inhaltsstoffe den unangenehmen Juckreiz mindern. Sogar bei Pickeln und Akne konnte Schwarzkümmelöl bereits zu einer Linderung beitragen. Bei Hauterkrankungen bietet Schwarzkümmelöl eine entzündungshemmende Wirkung und ist immunregulierend.

    Schwarzkümmelöl gegen Pilze

    Pilzinfektionen können nicht nur äußerlich auftreten, sondern auch innerlich. Häufig sind mehr oder weniger große Hautareale davon betroffen, aber auch im Darm können Pilzinfektionen auftreten. Schwarzkümmelöl kann als natürliche Alternative genutzt werden zu den üblichen Präparaten mit antimykotischer Wirkung. Da es ein sehr mildes Mittel ist, kann das Öl sogar in recht empfindlichen Bereichen wie dem Mund-, Brust- oder Genitalbereich eingesetzt werden. Je nachdem, wie stark der Befall ausgeprägt ist, wird eine kombinierte Therapie empfohlen. Dabei wird das Schwarzkümmelöl sowohl innen als auch außen angewendet.

    Schwarzkümmelöl bei Magen-Darm-Problemen

    Das im Schwarzkümmelöl enthaltene Nigellon Semohiorpion und die Saponine haben eine antibakterielle, krampflösende und antimikrobielle Wirkung. Somit kann Schwarzkümmelöl auch bei Blähungen wirken. Das ist vor allen Dingen dann der Fall, wenn die Blähungen durch Speisen hervorgerufen werden, die sehr fettig oder unverträglich sind. Es hat eine besänftigende Wirkung auf die gestörte Magen-Darm-Funktion. Es soll auch eine Hilfe bei Durchfall darstellen. Schwarzkümmelöl kann zudem die Magensaftproduktion hemmen, wodurch Sodbrennen gemildert werden kann.

    Schwarzkümmelöl ergänzend zur Krebstherapie

    Mittlerweile wird Schwarzkümmelöl sogar von der Schulmedizin als ergänzende Behandlung genutzt bei der konventionellen Krebstherapie. Selbstverständlich ist es wichtig, dass die Chemotherapie oder Strahlentherapie weiterhin fortgesetzt wird, Schwarzkümmelöl ist auf keinen Fall ein Ersatz für die Therapie. Dennoch kann es den Körper dabei unterstützen, den Krebs zu bekämpfen. Auch hier spielen die immunstärkenden Inhaltsstoffe wieder eine große Rolle. Sie helfen dem Körper dabei, die stark belastenden Behandlungen gut verkraften zu können. Schwarzkümmelöl soll aber auch genutzt werden können zur Prävention. Mittlerweile konnte durch ein internationales Forscherteam nachgewiesen werden, dass Schwarzkümmelöl in der Lage ist, das Wachstum der Krebszellen zu hemmen.

    Wirkung bei Bluthochdruck

    Bluthochdruck ist mittlerweile eine Volkskrankheit geworden. Durch den hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren ist das Schwarzkümmelöl in der Lage, die Aktivität von Botenstoffen zu steigern. Zu diesen Botenstoffen gehört auch das Prostaglandin E1, das eine wichtige Rolle spielt bei der Blutdrucksenkung. Zudem kann das Öl auch die Blutgefäße entlasten. Das Herz-Kreislauf-System profitiert außerdem von den antioxidativen Eigenschaften, die der Wirkstoff Thymochinon bietet. Auch die Forschung beschäftigt sich mittlerweile mit den positiven Effekten, erste Studien konnten bereits Erfolge zeigen.

    Schwarzkümmelöl bei ADHS von Kindern

    Schwarzkümmelöl ist sehr gut geeignet für die Behandlung von Symptomen, die bei ADHS-Kindern auftreten. In dem Öl sind Wirkstoffe enthalten, die in der Lage sind, Körper und Seele auszugleichen, zu besänftigen und zu harmonisieren. Besonders auf die Hyperaktivität kann Schwarzkümmelöl eine positive Wirkung haben. Auch bei der für gewöhnlich auftretenden verstärkten Reaktion auf Stress und Außenreize kann Schwarzkümmelöl behilflich sein. Die Konzentration kann gesteigert werden, Reizzustände und Schlafschwierigkeiten können abnehmen. Es gibt zwar einige konventionelle Medikamente, allerdings wirkt Schwarzkümmelöl viel sanfter, und die gravierenden Nebenwirkungen bleiben aus.

    Schwarzkümmelöl für Haut und Haare

    Schwarzkümmelöl als Beauty- und Wellnessprodukt

    Auch im Beauty- und Wellnessbereich stellt Schwarzkümmelöl eine echte Bereicherung dar. Die ätherischen Öle sorgen für eine angenehme Entspannung bei einem Wellness-Bad. Die desinfizierende Wirkung des Öls ist besonders in der kalten Jahreszeit sehr praktisch, wenn an jeder Ecke eine Erkältung wartet. Schwarzkümmelöl wird aber auch genutzt, um die Haare zu kräftigen. Mit einer Haarkur erhält das Haar wieder mehr Geschmeidigkeit und Glanz. Bei Haarausfall, der nicht erblich bedingt ist, kann Schwarzkümmelöl direkt auf der Kopfhaut angewandt werden. Die zusätzliche Einnahme sorgt dafür, dass ein eventueller Nährstoffmangel ausgeglichen wird. Schwarzkümmelöl kann ebenfalls als sanftes Mittel zur Hautpflege eingesetzt werden, da es keinerlei Konservierungsstoffe enthält und auch frei ist von eventuell problematischen Zusätzen. Die enthaltenen Mineralien und Vitamine sollen eine vorbeugende Wirkung gegen Falten bieten. Eine Ölzieh-Kur mit Schwarzkümmelöl sorgt für weißere Zähne.

    Einnahme und Dosierung

    Schwarzkümmelöl steht sowohl in reiner Form zur Verfügung als auch in Kapselform. Das reine Öl kann sehr gut beim Kochen als Gewürz genutzt werden, oder es wird löffelweise eingenommen. Die Dosierung hängt immer ganz davon ab, für welchen Zweck das Öl eingesetzt werden soll. Schwarzkümmelöl ist nicht zum Braten oder Erhitzen geeignet. Bei der Verwendung in Speisen reicht es aus, das Öl über das fertig gekochte Gericht zu geben. Schwarzkümmelöl kann präventiv eingenommen werden, oder aber zur Unterstützung der Behandlung einer Erkrankung. Es ist auch möglich, Schwarzkümmelöl äußerlich anzuwenden, beispielsweise bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Bei Erkältungskrankheiten kann Schwarzkümmelöl auch zur Inhalation genutzt werden. So vielseitig, wie die Anwendungsmöglichkeiten sind, so zahlreich sind auch die Dosierungsempfehlungen. Es ist nicht möglich, eine generelle Dosierungsempfehlung zu geben, diese sollte sich immer nach der Erkrankung und dem eigenen Geschmack richten.

    Schwarzkümmelöl zum Kochen

    Anwendung bei Tieren

    Schwarzkümmelöl ist nicht nur sehr beliebt für die Anwendung beim Menschen, sondern auch bei Tieren. Die Anwendungsbereiche sind ähnlich wie beim Menschen.

    Was bewirkt Schwarzkümmelöl bei Pferden?

    Schwarzkümmelöl kann bei Pferden sehr positive Effekte bewirken. Diese konnten beispielsweise bei Pferden mit Asthma beobachtet und sogar nachgewiesen werden. Die regelmäßige Gabe von Schwarzkümmelöl, sei es äußerlich oder innerlich, kann Haut und Haar verbessern. Wird es auf betroffene Hautstellen aufgebracht, kann das Hautbild verbessert werden. Eine besonders gute Wirkung soll Schwarzkümmelöl auf das Sommerekzem haben. Bei Pferden hat das Öl ebenfalls eine antibakterielle, entzündungshemmende und antimykotische Wirkung. Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich sind Parasiten. Dafür kann das Schwarzkümmelöl äußerlich und innerlich angewandt werden. Ganz besonders Zecken und auch Kriebelmücken mögen Schwarzkümmelöl gar nicht.

    Warum verwendet man Schwarzkümmelöl für Hunde?

    Beim Hund kann Schwarzkümmelöl das gesamte Immunsystem stärken. Dadurch ist der Hund fitter, und wird seltener krank. Auch das Allergierisiko sinkt. Das beliebteste Einsatzgebiet ist aber die Zeckenabwehr. Jedes Jahr haben Hundebesitzer mit immer mehr Zecken zu kämpfen. Chemische Mittel sind zwar meistens sehr wirksam, aber für den Hund oft schädlich, wenn sie beispielsweise vom Fell geleckt werden. Zecken können den Geruch des Schwarzkümmelöls gar nicht leiden, und halten sich vom Tier fern. Es kann ausreichend sein, ein paar Tropfen Öl in das Trinkwasser zu geben. Es kann aber auch ins Futter gemischt oder direkt auf das Fell aufgetragen werden. In diesem Fall entfaltet sich die Wirkung sofort, wird das Öl innerlich aufgenommen, dauert es ein wenig, bis die Wirkung eintritt. Weiterhin kann Schwarzkümmelöl auch bei Schmerzen, Verletzungen, Atemproblemen, Entzündungen und Epilepsie gegeben werden.

    Was ist besser – reines Schwarzkümmelöl oder Kapseln?

    Reines Schwarzkümmelöl oder Kapseln, das ist eine Frage, die nicht eindeutig beantwortet werden kann. Reines Schwarzkümmelöl eignet sich hervorragend als Gewürz im Essen. Es ist auch sehr gut geeignet, wenn es dem Futter von Tieren beigemischt wird. Der große Vorteil ist, dass das Öl bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Allerdings hat Schwarzkümmelöl einen sehr intensiven Geschmack, der recht bitter ist. Dementsprechend ist das reine Öl wirklich nicht für jeden geeignet. Zwar ist es möglich, das Öl mit Saft oder Honig einzunehmen, beides überdeckt den Geschmack aber nicht vollständig. Schwarzkümmelöl Kapseln bieten sich an für alle, die den Geschmack gar nicht leiden können.

    Was ist beim Kauf von Schwarzkümmelöl zu beachten?

    Beim Kauf von Schwarzkümmelöl sollte darauf geachtet werden, dass es sich möglichst um kaltgepresstes Öl handelt, da dies ein sehr schonendes Verfahren ist. Bestenfalls sollte das Schwarzkümmelöl aus Syrien oder Ägypten kommen. Für gewöhnlich handelt es sich dabei um qualitativ sehr hochwertige Produkte, die nicht nur die hochwertigste Verarbeitungsweise bieten, sondern auch den besten Anteil an Inhaltsstoffen. Schwarzkümmelöl, das aus diesen Gebieten stammt, ist besonders gut verträglich und zudem inhaltsreich. Diese Öle liegen allerdings preislich auch weitaus höher als Billigprodukte. Bei sehr günstigen Ölen kann es vorkommen, dass es sich nicht um reines Schwarzkümmelöl handelt. Oft wird günstiges Öl zum Strecken dazu gegeben. Daraus resultiert nicht nur eine schlechtere Wirkung, es kann sogar zu Unverträglichkeiten kommen. Schwarzkümmelöl ist sehr lichtempfindlich. Daher ist es wichtig, dass die Flasche möglichst dunkel ist.

    Haltbarkeit und Aufbewahrung

    Bei Schwarzkümmelöl handelt es sich um ein recht empfindliches Öl. Ist die Flasche erst einmal geöffnet, sollte das Öl im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von drei Monaten aufgebraucht werden. Am besten ist es, das Schwarzkümmelöl luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufzubewahren. 

    Nebenwirkungen von Schwarzkümmelöl

    Im Schwarzkümmelöl steckt eine große Menge an verschiedenen Inhaltsstoffen in konzentrierter Form. Es ist möglich, dass es bei der Einnahme zu einem leichten Aufstoßen oder auch zu Magenschmerzen kommen kann. Oft kann das schon verhindert werden, indem das Öl nicht auf nüchternen Magen eingenommen wird. Schwangere sollten allerdings unbedingt auf die Einnahme von Schwarzkümmelöl verzichten, da es im Verdacht steht, eine vorzeitige Entbindung auslösen zu können. Bei der äußerlichen Anwendung können eventuell Anzeichen auftreten, die auf eine Allergie auf die Inhaltsstoffe hinweisen.