Kurkuma
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Die wichtigsten Infos zum Superfood Kurkuma 

Herkunft von Kurkuma

Kurkuma ist die Bezeichnung für eine Wurzelknolle mit einem ganz besonderen Aroma. Diese Knolle stammt von der mehrjährigen Kurkuma-Pflanze. Diese Pflanze wird zwischen 1 und 2,5 m hoch. Sie verfügt über lanzettförmige Blätter und gelbliche Blüten, die einer Lilie ähneln. Kurkuma zählt zu den Ingwergewächsen. Kurkuma ist aber noch unter vielen weiteren Namen bekannt: Gelbwurz, Gilbwurz, Curcuma, Gelber Ingwer, Safranwurzel, Indischer Safran, Chinesische Wurzel oder Turmerik.

Themen in der Übersicht

Was ist Kurkuma und was ist Curcumin?

Kurkuma oder Gelbwurz ist die Bezeichnung für eine Pflanze, die angepflanzt wird. Die Pflanze benötigt das ganze Jahr über Temperaturen von 20 bis 30 Grad. Eine weitere Voraussetzung für ein gutes Wachstum ist zudem genug Niederschlag. Verwendet wird von dieser Pflanze das sogenannte Rhizom, der Wurzelstock. Dieser Wurzelstock kann sowohl frisch erworben werden, oder auch in Pulverform. Kurkuma wird vorwiegend als Gewürz genutzt, oder aufgrund seiner intensiven Farbe auch als natürlicher Farbstoff. Es kommt aber auch als Heilmittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin zum Einsatz, ebenso wie in der Ayurveda. In Studien konnte mittlerweile gezeigt werden, dass Kurkuma viele heilsame Wirkungen und Eigenschaften aufweist. Allerdings wurde für die meisten dieser Studien der isolierte Wirkstoff des Kurkumas eingesetzt, das Curcumin.

Curcumin ist der wichtigste Bestandteil des Kurkumas. Es wird aus der Wurzel der Pflanze gewonnen. Es ist der Hauptinhaltsstoff, der für die Gesundheit besonders interessant ist. Curcumin zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen der Phenole, ebenso wie noch einige weitere Curcuminoide. Vereinfacht gesagt ist Kurkuma die Pflanze, und das Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff dieser Pflanze.

Kurkuma Pulver

Inhaltsstoffe von Kurkuma

Der Hauptinhaltsstoff und auch der wichtigste Inhaltsstoff ist das Curcumin. Dabei handelt es sich um eines von 4 unterschiedlichen Curcuminoiden, die in der Kurkuma-Pflanze enthalten sind. Neben dem Curcumin gehören das Cyclocurcumin, das Demethoxycurcumin und das Bisdemethoxycurcumin dazu. Das Kurkumin wird aber auch als Lebensmittelzusatz genutzt und mit der Lebensmittelzusatznummer E100 benannt. Es wird in diesem Bereich als Geschmacksträger und als Färbemittel eingesetzt.

Die in der Kurkuma-Pflanze enthaltenen wertvollen ätherischen Öle sind ebenfalls wichtige Inhaltsstoffe. Sie sind zwar nicht so aktiv wie das Curcumin, dennoch spielen sie eine wichtige Rolle für die gesundheitliche Wirkung des Kurkumas. Sie sind in der Lage, die Aufnahme des Curcumins in den Organismus zu verbessern. Zudem sollen sie ebenfalls die Heilwirkung des Curcumins verstärken.

In der Kurkuma-Pflanze konnten bisher mehr als 90 Inhaltsstoffe nachgewiesen werden. Einige konnten bisher noch nicht ausreichend entschlüsselt werden. Bekannt ist aber, dass folgende Inhaltsstoffe unter anderem ebenfalls in der Pflanze zu finden sind:

  • Polysaccharide, Vitamine (A, C, E, B1, B2 und B3), Karotinoide, Kaffeesäure, Ferulasäure und Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Chrom, Kalium, Selen und Zink)

Kurkuma gilt als sehr gute Quelle für Magnesium, Eisen und Mangan. Es wird vermutet, dass noch weitaus mehr Inhaltsstoffe in der Kurkuma-Pflanze zu finden sind. 

Kurkuma Pulver

Was ist der Unterschied zwischen Kurkuma und Ingwer?

Kurkuma und Ingwer sind beides Wurzelstock-Pflanzen und gehören der Familie der Ingwergewächse an. Auch vom Aussehen her ähneln sie sich sehr. Beide werden häufig als Gewürz in der südostasiatischen und indischen Küche genutzt. Während Curcuma im südlichen Asien und auch Indonesien beheimatet ist, stammt der Ingwer aus dem südostasiatischen Raum. Er kommt ebenfalls häufig zum Einsatz als Gewürz in der thailändischen und japanischen Küche. Sowohl Kurkuma als auch Ingwer besitzen antimikrobielle und antioxidative Wirkungen. Diese Wirkungen können sie auch beim Menschen entfalten. Kurkuma ist an vielen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt. Ingwer soll in der Lage sein, vor Übelkeit zu schützen, zudem soll es auch im Magen-Darm-Trakt wirken. Somit ähneln sich beide Pflanzen sehr, und unterscheiden sich lediglich durch kleinere Details. 

Wie wird Kurkuma Pulver hergestellt?

Die Kurkuma-Wurzel wird zunächst sanft von der Schale befreit. Da sich viele der wichtigen Inhaltsstoffe direkt unter der Haut befinden, darf die Schale auf keinen Fall mit scharfen Werkzeugen wie Messern abgeschält werden. Sie wird lediglich leicht abgeschabt. Die Wurzeln werden anschließend in Scheiben von etwa 3 bis 5 Millimeter geschnitten. Diese Scheiben werden getrocknet. Ist der richtige Trocknungsgrad erreicht, werden die Scheiben pulverisiert. So wird herkömmliches Kurkuma-Pulver hergestellt. Dieses Pulver enthält aber meistens höchstens 2 bis 3 Prozent der wichtigen Curcuminoide. Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, und das ist der Kurkuma-Extrakt. Dieses Kurkuma-Extrakt Pulver enthält dann einen weitaus höheren Anteil an Curcuminoiden, bis zu 95 % sind möglich. Das ist ein großer Unterschied, der auch eine weitaus bessere Wirkung bietet. 

Ayurvedische Anwendung von Kurkuma

Ayurveda ist eine traditionelle indische Heilkunst, die ganzheitlich ausgerichtet ist. In westlichen Ländern wird Ayurveda häufig lediglich als Wellness-Anwendung angeboten, in Asien stellt es aber eine medizinische Heilkunst dar. Im Ayurveda spielen Heilpflanzen eine wichtige Rolle. Dazu zählt auch Curcuma. Diese Heilpflanze ist eines der wirksamsten Gewürze dieser Lehre. Im Ayurveda gilt Kurkuma als Arznei, in Deutschland jedoch als Nahrungsergänzungsmittel. Kurkuma stellt im Ayurveda eine Basissubstanz dar, da die Inhaltsstoffe dieser Pflanze sehr vielseitige Wirkungen haben. Besonders häufig kommt die Pflanze zum Einsatz, wenn es um die Verdauung geht. Sie hat einen günstigen Einfluss auf den Verdauungsvorgang insgesamt, ganz speziell aber auf die Fettverdauung. Durch den regelmäßigen Genuss von Curcuma Tee ist es möglich, dass Galle- und Lebererkrankungen gemindert oder sogar ganz vermieden werden können. Kurkuma wird im Ayurveda auch im Bereich der Fiebersenkung und bei Entzündungen eingesetzt. Als Heilmittel wird es ebenfalls bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten, Grippe, Husten, Bronchitis oder Asthma genutzt. Kurkuma werden auch blutstillende, antiallergische und wundspezifisch heilende Eigenschaften zugeschrieben. Somit kommt es auch bei Juckreiz, Ekzemen und Schnittwunden zum Einsatz.

Anwendung und Wirkung

Wofür verwendet man Kurkuma Pulver?

Die Heilkraft der Kurkuma-Pflanze kann gut als Alternative zu synthetisch hergestellten Medikamenten genutzt werden. Kurkuma ist sehr gut verträglich, zudem treten nur selten Nebenwirkungen auf bei korrekter Anwendung und Dosierung. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die die Kurkuma Wirkung bei unterschiedlichen Erkrankungen wie Alzheimer, Krebs, Diabetes, Arthrose, Entzündungen und vielem mehr untersucht haben. Die Kommission E hat Kurkumin ganz offiziell als pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden bestätigt. Die Kurkuma Anwendung ist sehr vielseitig. 

Kurkuma Pulver-Wirkung bei Arthritis

Wie wirkt Kurkuma am besten?

Kurkuma wirkt am besten, wenn der wichtigste Inhaltsstoff, das Curcumin, in höheren Dosen vorhanden ist. Daher ist der Curcumin-Anteil im Curcuma Pulver sehr wichtig. Einfache Kurkuma Pulver werden hergestellt, indem die Wurzel getrocknet und anschließend zermahlen wird. Diese Produkte enthalten meistens nur einen Curcumin-Anteil von 2 bis 3 Prozent. Das ist nicht wirklich viel, gerade dann, wenn das Kurkuma zur Vorbeugung oder Linderung von Erkrankungen eingesetzt werden soll. Es gibt aber auch Kurkuma Pulver, bei denen das Curcumin extrahiert wurde. Solch ein Kurkuma-Extrakt beinhaltet oft mehr als 95 % Curcuminoide. Das ist, verglichen mit dem Prozentanteil des einfachen Pulvers, erheblich mehr. Um die gewünschte Menge an Curcumin mit dem einfachen Kurkuma Pulver erreichen zu können, müsste eine recht große Menge jeden Tag eingenommen werden, das ist fast unmöglich. Beim Kurkuma-Extrakt ist es ausreichend, jeden Tag zwischen einem halben Teelöffel und einem ganzen Teelöffel einzunehmen, da dieses Pulver 40-mal konzentrierter ist als das Kurkuma Pulver. Das ist problemlos möglich, da auch dieses Pulver ganz einfach zu den Mahlzeiten eingenommen werden kann.

Kurkuma und Krebs

Kurkuma soll in der Lage sein, die Bildung von Tumoren verhindern zu können. Somit hätte die Pflanze eine krebsvorbeugende Wirkung. In diesem Fall soll Kurkuma als Schalter spezieller Transkriptionsfaktoren wirken. Diese Faktoren regulieren die Gene, die benötigt werden für die Bildung von Tumoren. Es scheint so, als ob Kurkuma diese Transkriptionsfaktoren einfach ausschaltet, und somit sowohl das Wachstum der Krebszellen stoppt als auch deren Ausweitung. Zudem soll Curcumin die Membranen der Körperzellen festigen. Dadurch wird deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern erhöht. Allerdings werden nur die gesunden Zellen stabilisiert und gestärkt. Die Membran von Krebszellen dagegen sollen durchlässiger werden. Dadurch unterscheidet sich Curcumin von der Chemotherapie, die nicht in der Lage ist, zwischen gesunden und erkrankten Zellen zu unterscheiden.

Wie wirkt Kurkuma auf den Darm?

Kurkuma ist in der Lage, Verdauungsbeschwerden zu lindern. Die Kombination der Inhaltsstoffe Curcumin und dem ätherischen Öl Turmeron können dabei helfen, die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit anzuregen. Dadurch kann die Verdauung allgemein besser werden. Durch die verstärkte Entleerung der Gallenblase kann auch die Verdauung von Lipiden unterstützt werden. Dadurch kann Kurkuma auch übergewichtigen Menschen beim Abnehmen behilflich sein. Durch die erhöhte Ausschüttung der Gallenflüssigkeit wird gleichzeitig auch die Darmflora reguliert, wodurch der pH-Wert ansteigt. Kurkuma soll in der Lage sein, auch bei chronischer Verstopfung, Sodbrennen und Blähungen helfen zu können. Generell ist eine gesunde Darmflora immer wichtig, denn sie bietet nur wenig Nährboden für eine Ausbreitung von Bakterien und Viren.

Wie wirkt Kurkuma auf die Zähne?

Zu den bekanntesten Eigenschaften des Kurkumas zählt seine antibakterielle sowie seine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Es kann dabei helfen, Entzündungen ganz allgemein zu hemmen. Auch Keime, die sich in den Zahntaschen festgesetzt haben, können neutralisiert werden. Schwellungen, die sich im Bereich der Zähne befinden, können schneller gelindert werden. Somit sinkt die Gefahr, dass sich am Zahn Entzündungsherde bilden. Kurkuma ist in der Lage, die Mundflora generell zu verbessern. Zudem wird die Durchblutung des Zahnfleischs gefördert. Interessant ist sicherlich, dass Kurkuma ebenfalls in der Lage ist, die Zähne aufzuhellen.

Wie wirkt Kurkuma auf die Haut?

Auf die Haut hat Kurkuma ganz unterschiedliche Wirkungen. Es kann bei Hautverletzungen helfen, die Wundheilungszeit deutlich zu reduzieren. Entzündungen werden gestoppt, ebenso wie der oxidative Stress. Beides sind Ursachen, die für eine Verzögerung der Wundheilung verantwortlich sein können. Curcumin ist in der Lage, die Kollagenablagerung zu verbessern. Zudem soll es die Dichte der Blutgefäße der Haut erhöhen und gleichzeitig für neues Wachstum der Gefäße sorgen. Cremes mit Kurkuma sind ideal geeignet für problematische Haut, die zu Entzündungen neigt. Es wirkt sehr gut gegen alle Entzündungsarten, daher kann es bei Unreinheiten, Akne und sogar entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt werden. Sowohl die Einnahme als auch die äußerliche Anwendung sind dabei hilfreich. Kurkuma soll gegen Unreinheit und Umweltbelastungen wirken und zudem Mitesser reduzieren. Es hat eine feuchtigkeitsspendende Wirkung, und reguliert zusätzlich die Fettproduktion der Haut. Auf der Hautoberfläche kann Kurkuma auch seine antioxidative Wirkung entfalten. Es bindet freie Radikale, die Haut wird insgesamt reiner und glatter. Die Entstehung von Alterserscheinungen wie Falten wird verzögert. Gleichzeitig wird die Elastizität der Haut verbessert durch die feuchtigkeitsspendende Wirkung des Kurkumas. Falten können reduziert werden, blasse Haut sieht wieder frisch aus. 

Entzündungshemmende Wirkung

Entzündungen können in unterschiedlichen Formen auftreten. Manche sind schmerzhaft, andere finden völlig unbemerkt statt. Eine Entzündung ist immer die Reaktion des Körpers auf Schädigungen und Probleme. Durch Einsatz der Selbstheilungskräfte versucht er, die Infektion zu bekämpfen. Gelingt dies nicht, kann aus einer akuten Entzündung eine chronische Entzündung werden. Viele dieser chronischen Entzündungen verlaufen oft über einen langen Zeitraum absolut unbemerkt. Mittlerweile konnten Wissenschaftler viele Hinweise darauf finden, dass eine solch chronische Entzündung der Nährboden sein kann für viele schwere Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Krebs oder Herzkrankheiten. Somit ist klar, dass alles, was Entzündungen bekämpfen und vorbeugen kann, ein Vorteil für den Körper ist. Kurkuma und vor allen Dingen das Curcumin können durch unterschiedliche Eigenschaften dabei helfen, Entzündungen zu bekämpfen und vorzubeugen. Kurkuma stärkt das Immunsystem. Es ist ein starkes Antioxidans und reduziert freie Radikale. Zudem hemmt es das Gewebehormon Prostaglandin dabei, eine Entzündung auszulösen. Es wirkt weiterhin als Zell-Stimulator und unterstützt den Körper so dabei, Infektionen zu bekämpfen. Zudem hemmt Kurkuma auch entzündungssteuernde Hormone. 

Wirkung bei Arthritis

Dem Inhaltsstoff Curcumin kommt bei der Therapie von Arthritis eine besondere Stellung zu. Es hat eine entzündungshemmende Wirkung. Dadurch ist es möglich, dass sogenannte inflammatorische Parameter wie beispielsweise LOX und KappaB im Organismus reduziert werden können, so dass die Entzündung schneller abklingen kann. Zudem können die Proteine im Kurkuma für eine Hemmung der Synthese von Prostaglandin-E2 sorgen. Dadurch treten entzündliche Reaktionen seltener auf. Diese Wirkungen konnten bereits in zahlreichen Studien bestätigt werden. Um die gewünschte Wirkung zu erreichen ist es aber sehr wichtig, dass Kurkuma regelmäßig eingenommen wird.

Kurkuma Wirkung gegen Alzheimer

Vorbeugung gegen Alzheimer

Alzheimer ist eine der schlimmsten Erkrankungen dieser Zeit. Es wird vermutet, dass Kurkuma in der Lage ist, vor einer solchen neurodegenerativen Erkrankung wie Alzheimer zu schützen. Diese Erkrankungen gehen für gewöhnlich einher mit entzündlichen Reaktionen und oxidativem Stress. Curcumin weist eine Besonderheit auf: Es ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Dadurch kann es seine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung auch im Gehirn entfalten. In einer Untersuchung wurde die bisherige Studienlage überprüft. Sie kam zum Ergebnis, dass Curcumin auf jeden Fall ein gewisses Potential beinhaltet, um die krankhaften Prozesse, die zu Alzheimer führen, zu lindern oder sogar ganz zu verhindern. Allerdings kann noch nicht gesagt werden, ob dieses Potential auch ausreichend wäre, um einen wirklichen Schutz gegen die Krankheit zu bieten.

Vorbeugung bei Erkältung

Durch seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung kann Kurkuma auch sehr gut zur Vorbeugung einer Erkältung eingesetzt werden. Das Curcumin soll in Entzündungskaskaden eingreifen, dadurch wirkt es antientzündlich. Es kann ebenfalls beim Schutz vor Atemwegserkrankungen behilflich sein. Da Kurkuma das Immunsystem stärkt, ist es auch dann behilflich, wenn die Erkältung bereits begonnen hat.

Einnahme und Dosierung

Kurkuma Pulver kann auf verschiedene Arten eingenommen werden. Es steht als reines Pulver zur Verfügung, oder auch in Kapselform. Produkte in Kapselform werden ganz einfach entsprechend der auf dem Produkt angegebenen Empfehlung eingenommen. Das Kurkuma Pulver kann beispielsweise ins Essen gegeben werden, oft wird damit auch die sogenannte Golden Milk hergestellt, die besonders bei Erkältungskrankheiten eine gute Wirkung haben soll. Sie stammt aus der Ayurveda-Lehre. Für dieses Getränk wird das Kurkuma Pulver einfach in warme Milch gegeben, zusammen mit etwas Pfeffer, Zimt und etwas Honig. Dieses Getränk ist übrigens auch mit pflanzlichen Milchalternativen herstellbar. Kurkuma kann auch als Tee getrunken werden. Wichtig ist allerdings, dass bei der Einnahme auf den Curcumin-Anteil und die Bioverfügbarkeit geachtet werden sollte. Als Bioverfügbarkeit wird die Aufnahme- und Resorptionsfähigkeit der Körpers bezeichnet in Bezug auf Wirkstoffe, in diesem Fall das Curcumin. Der Wirkstoff Curcumin weist lediglich eine sehr geringe Wasserlöslichkeit auf. Somit besteht nur eine recht geringe Bioverfügbarkeit. 

Kurkuma Pulver Einnahme und Dosierung

Diese kann jedoch um ein Vielfaches erhöht werden, wenn bei der Einnahme auch etwas schwarzer Pfeffer und ein wenig Fett hinzugefügt wird. Im schwarzen Pfeffer ist Piperin enthalten. Dieses Piperin sorgt dafür, dass das Curcumin rund 20-mal besser aufgenommen werden kann. Eine kleine Prise Pfeffer ist meistens bereits ausreichend, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig werden auch die enthaltenen ätherischen Öle verwertet. Diese Verzehrempfehlung gilt sowohl für das einfache Kurkuma Pulver, als auch für den Kurkuma-Extrakt. Kurkuma in Kapselform sollte am besten zu den Mahlzeiten eingenommen werden. 

Haltbarkeit

Wie lange das Kurkuma Pulver haltbar ist hängt davon ab, wie es gelagert wird. Das Pulver sollte immer luftdicht verschlossen gelagert werden, bestenfalls trocken, dunkel und kühl. Am besten sind für die Lagerung gut verschließbare Gefäße geeignet, so wie ein Glas mit einem Schraubverschluss. Angaben zu der genauen Haltbarkeit des Pulvers sind auf den entsprechenden Verpackungen zu finden.

Checkliste für den Kauf von Kurkuma

Beim Kauf von Kurkuma Pulver gibt es einige Punkte, auf die besonders geachtet werden sollte. Das gilt nicht nur für das Pulver, sondern auch für Produkte in Kapselform. Vor allen Dingen ist die Qualität sehr wichtig, aber auch der Curcumin-Anteil spielt eine große Rolle. Beim Kauf sollte auf folgende Eigenschaften geachtet werden:

  • Bio-Qualität, bestenfalls mit Zertifikat
  • Ohne Gentechnik
  • Ohne Bestrahlung
  • Keine Trennmittel oder Füllstoffe
  • Reines Kurkuma, keine Gewürzmischungen wie Curry
  • Angabe des Curcumin-Anteils
  • Zugabe von schwarzem Pfeffer
  • Vorzugsweise lactosefrei und glutenfrei, bessere Verträglichkeit

Was ist besser Kurkuma Pulver oder Kapseln?

Generell ist es empfehlenswert, Kurkuma in Pulverform einzunehmen. Das hat den Vorteil, dass die Inhaltsstoffe bereits im Mund ihre Wirkung entfalten können. Gerade bei Erkältungskrankheiten oder Problemen im Mundraum ist das sehr vorteilhaft. Es kommt aber auch immer darauf an, welche Art von Pulver eingenommen wird. Das einfache Kurkuma Pulver, das eher als Gewürzpulver genutzt wird, besitzt nur einen geringen Anteil des wertvollen Curcumins, gerade einmal 2 bis 3 Prozent sind darin enthalten. Ganz anders dagegen der Kurkuma-Extrakt. Mit seinem Anteil von mehr als 95 % an Curcuminoiden hat der Extrakt eine ganz andere Wirkungskraft. Von diesem Extrakt muss nur so wenig eingenommen werden, dass es kein Problem ist, ihn über ein Gericht zu streuen, oder in einem Getränk zu sich zu nehmen. So können die Inhaltsstoffe ihre Wirkung optimal entfalten. Kapseln sind eine sehr gute Lösung für alle, die den Geschmack des Kurkumas nicht mögen.

Welche Nebenwirkungen hat Kurkuma?

Kurkuma verfügt über einen sehr umfassenden Wirkkomplex. Dementsprechend können Nebenwirkungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Allerdings halten sich diese Kurkuma Nebenwirkungen in Grenzen. Wird Kurkuma Pulver präventiv eingenommen, beispielsweise als Pulver in Speisen oder auch Getränken, sind für gewöhnlich keine Nebenwirkungen zu befürchten, die nennenswert wären. Bei höheren Dosierungen, wenn das Kurkuma zur Therapierung von Krankheiten eingesetzt wird, kann das Risiko etwas steigen. Bekannte Nebenwirkungen sind:

  • Brechreiz
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Sodbrennen