Suchbegriffe dieser Seite: Arteriosklerose * Bluthochdruck * GEO-Ernährungsprogramme * Krankheitsstatistik * metabolisches Syndrom * Neue ErkenntrnisseSchäden durch Diabetes * Wie entsteht Diabetes? *

Diabetes mellitus Typ 2      Diabetes und Vitamin E     hier ...

“Diabetes mellitus entwickelt sich zu einer der bedeutendsten Erkrankungen unserer Tage”. Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. med. Peter Schwandt vom Universitätsklinikum Großhadern (München) das nunmehr 3. Seminar der “Stiftung zur Prävention der Arteriosklerose” in München.

Volkskrankheit Diabetes: Der explosionsartige Vormarsch der Zivilisationskrankheit muß mit allen Mitteln gestoppt werden. Die Zeit ist schon überreif. “Handeln jetzt”, war die Devise.

Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Diabetiker in den letzten 30 Jahren versechsfacht .

1965: 0,7 Mio.   1995: 4 Mio.     2010: 6 Mio.   

Schäden durch Diabetes:

Nervenstörungen, Nierenschäden, Herzkrankheiten, Fettstoffwechselstörungen, Diabetischer Fuß, Bluthochdruck, Netzhautschäden, Schlaganfall

Beklemmende Krankheitsstatistik:

85% der Diabetiker sterben an Arteriosklerose

    36 000 pro Jahr erkranken neu am “diabetischen Fuß”, davon müssen 28 000 amputiert werden

    10 000 pro Jahr werden dialysepflichtig(Nierenschäden)

Beim Diabetiker ist häufiger: Die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit 2  3 mal , der Schlaganfall (Apoplexie) 2  3 mal,  Fußamputationen 40 mal, Bluthochdruck (Hypertonie) 2  3 mal,  Fettstoffwechselstörungen 3 mal,  Herzinfarkt  6-7 mal (Frauen), 2-3 mal (Männer),  Schlaganfall 8-9 mal (Frauen),   6 mal (Männer)

2 Drittel aller Diabetiker sind Frauen.

Nach dem 45. Lebensjahr entsteht bei Frauen doppelt so oft Diabetes wie bei Männern.(Quelle 2)

Wie entsteht Diabetes Typ 2?

In der Bauchspeicheldrüse gibt es eine Zellgruppe, die Langerhans-Inseln heißen. Diese produzieren 2 Hormone: das Glucagon in den Alpha-Zellen und das Insulin (Insel-Hormom) in den Beta-Zellen.

Insulin hat u.a. die Aufgabe, Blutzucker (Glucose) in die Muskelzellen zu treiben. Glucagon ist der Gegenspieler des Insulins: dieses Hormon erhöht den Blutzuckerspiegel und sichert so die Versorgung der Organe, vor allem des glucosebedürftigen Gehirns.

Die Zellmembranen besitzen für beide Hormone spezielle Rezeptoren (“Landeplätze mit Paßkontrolle”).

Ein dauerndes Überangebot an Nahrung führt nun zu einem “Teufelskreis”:

    1. Die Insulin-Produktion steigt laufend an. Das führt zum gesteigerten Glucosetransport in die Muskelzellen und ins Fettdepot. Wo mehr produziert wird, entstehen auch mehr freie Radikale. Die Folge ist eine allmähliche Zerstörung der Fabrik (Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse). Nun sinkt die Insulinproduktion, die Glucose kann nicht mehr in die Muskeln getrieben werden.

    2. Verstärkt wird dieser Vorgang noch dadurch, daß die Zellen eine Insulinresistenz entwickeln, d.h. sie werden allmählich unempfindlicher gegen das immer “lautere Geschrei” der Insulin-Botschafter: “Nimm Zucker auf”! Man könnte auch sagen, die Zellen werden “schwerhörig”, je lauter die Boten an die Tür klopfen, denn das “Haus” ist überfüllt. Diabetes 2 hat sich so allmählich entwickelt.

Diabetes Typ 2 gehört zu einem Bündel von Erkrankungen, die man metabolisches Syndrom nennt.

Dazu gehören: Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Fettleber und erhöhte Harnsäure.

Alle Komponenten des metabolischen Syndroms entstehen durch falsche Lebensweise, d.h. falsche Ernährung und Bewegungsmangel.

Um Diabetes 2 zu behandeln, muß man also das metabolische Syndrom behandeln. Das bedeutet Ernährungsumstellung sowie mäßiger Ausdauersport                   (Schnellgehen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen)

Neu sind folgende Erkenntnisse:

    1. Die Ernährung muß ausgewogen, vitamin- und ballaststoffreich sein

    2. Die bisherigen Verbote gelten als überholt, auch das absolute Zuckerverbot

    3. Das Zählen von Broteinheiten (BE ) ist nicht nötig

    4. Nicht der Zucker- und Kohlenhydratverzehr muß stark eingeschränkt werden, sondern der Verzehr von Fett in Fleisch, Wurst, Käse, Sahne, Kuchen, Torten u.a.

 

Literaturquellen:

1.Kongress-Report der “Stiftung zur Prävention der Arteriosklerose”

Herausgeber: Arteriosklerose-Präventions-Institut, Wilbrechtstr. 95, 81477 München, Tel: 089-7904191 * Fax: 089-74994941

Stiftung zur Prävention der Arteriosklerose, Karl-Bröger-Str. 22, 90459 Nürnberg, Tel/Fax: 0911-447378

2. Ernährungsbedingte Krankheiten und Ihre Kosten, Band 27, Schriftenreihe des Bundesministerium für Gesundheit        

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