“Vitamin E in der modernen Medizin” Prof. Dr. Dr. Anthony Diplock,
Division of Biochemistry, London
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Professor und Direktor des Lehrstuhls für Biochemie in LondonForschungsschwerpunkte sind Vitamin E, Selen, fettlösliche Vitamine, Spurenelemente, freie Radikale sowie durch diese ausgelöste Krankheiten.
Die Sicherheit oraler Vitamin E-Aufnahme (Orale Aufnahme = Aufnahme über den Mund)
Vitamin E gilt als das wichtigste fettlösliche Anti-Oxidans, das fähig ist, Angriffe durch freie Radikale auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren
in den Zellmembranen zu hemmen. Dadurch kann eine zerstörerische Kettenreaktion, die durch freie Radikale ausgelöst wird, nicht stattfinden. Eine weitere wichtige Aufgabe von Vitamin
E besteht darin, mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie z.B. die Linolsäure im Verdauungstrakt zu schützen, so daß die lebenswichtigen Funktionen dieser Fettsäuren erhalten bleiben.
Vitamin E hat eine lebensnotwendige Funktion für Mensch und Tier. Auch bei Tieren führt Vitamin E-Mangel zu vielerlei Erkrankungen, die man auf Zellschädigung zurückführt. Beim Menschen muß
man unterscheiden zwischen der Mindestaufnahme ( 10 -12 mg), deren Unterschreitung zu einer Mangelkrankheit führt und der viel höheren Dosierung, die als Radikalenfänger
dient und eine Vielzahl von Krankheiten verhindert. Versuche zeigen, daß auch Tagesdosen bis zu 3000 mg (3 g) Vitamin E keine Nebenwirkungen auslösen. Empfehlungen: Gesunde
sollten 1-2 mg Vitamin E pro kg Körpergewicht aufnehmen, Leistungssportler und Kranke wesentlich mehr. Für Kranke
, die an Entzündungen, Rheuma, erhöhtem Cholesterinspiegel u.a. leiden, ist der Bedarf an Vitamin E und anderen Anti-Oxidantien wesentlich höher.
Dies gilt auch für Sportler, da durch die erhöhte Sauerstoffaufnahme auch die Zahl der Sauerstoffradikale ansteigt. Bis zu 2000 mg Vitamin E werden hierbei in der Therapie eingesetzt. Zurück zur Inhaltsangabe Zurück zur Startseite |