“Vitamin E in der modernen Medizin” Dr. Anne C. Horn
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University of California, San FranciscoForschungsschwerpunkt: Vitamin E bei Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems mit Betonung auf den Einfluß von Vitamin E und anderer
Anti-Oxidantien auf Gehirnschäden, vor allem in der Therapie der Epilepsie Vitamin E bei Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems
Das
Gehirn enthält einen unverhältnismäßig hohen Anteil des gesamten Sauerstoffs, so daß hier auch unverhälnismäßig
viele Sauerstoffradikale entstehen, teilweise auch durch die körpereigenen Schutztruppen ( Makrophagen u.a.), die das Gehirn mit Hilfe der Radikale von Schadstoffen und Mikroorganismen zu reinigen
versuchen. Zusätzlich ist das Gehirn relativ arm an Schutzmechanismen - fast keine KATALASEN und nur geringe Mengen an GLUTATHION, GLUTATHION-PEROXIDASE und VITAMIN E.
(Alle vier sind Schutzstoffe gegen verschiedene freie Radikale.) Bei Verabreichung bestimmter Arzneimittel sowie bei psychologischem Streß
ist die Produktion von freien Sauerstoffradikalen erhöht. Dadurch kann der natürliche Schutz
durch Glutathion, Vitamin E, Vitamin C u.a. überfordert werden. Es ist gezeigt worden, daß die eben genannten Anti-Oxidantien
(Schutzstoffe vor Sauerstoffradikalen) bei der Verhinderung oder Verbesserung von Epilepsie, Alzheimerscher Krankheit, Parkinsonscher Krankheit, Gehirnblutungen bei Neugeborenen und Multipler Sklerose
von großem Nutzen sind. Im Rahmen einer Studie erhielten 27 Patienten mit leichter bis schwerer Epilepsie
täglich etwa 300 mg Vitamin E, 25 Patienten kein Vitamin E während einer dreimonatigen Versuchsdauer. Die Häufigkeit der Anfälle der Vitamin E-Gruppe verringerte sich um
durchschnittlich 32%, bei 6 Personen um 60% und bei 2 Personen sogar um 90% gegenüber der Vergleichsgruppe.
Neben dem direkten Nutzen der Anti-Oxidantien bei der Parkinsonschen Krankheit wird vor allem auch die medikamentöse
Therapie (Levodopa-Therapie) hinausgezögert, die mit starken Nebenwirkungen einhergehen kann. Bei der Alzheimerschen Krankheit
erwies sich neben Vitamin E und Vitamin C auch Zink von besonderer Bedeutung. Bei der Multiplen Sklerose
zeigten sich die Anti-Oxidantien Vitamin E, Vitamin C und Selen als besonders wirksam. (Selen ist nötig, um den Schutzstoff Glutathion-Peroxidase aufzubauen.) Zurück zur Inhaltsangabe
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