“Vitamin E in der modernen Medizin” Prof. Dr. med.,., Dr. rer. nat. Karlheinz Schmidt
Zurück zur Inhaltsangabe Professor an der Universität Tübingen, (Medizin/Chemie), Autor
zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Mitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften
Forschungsschwerpunkt: Funktion des Bindegewebes, von Biomembranen, Ernährung und Immunität sowie freie Radikale, oxidativer Streß und
Schutzwirkung der Anti-Oxidantien wie z.B. Vitamin E Durch freie Radikale verursachte Krankheiten * Was sind freie Radikale und wie entste hen sie?
In stabilen chemischen Verbindungen treten die Elektronen paarweise auf. Radikale dagegen weisen ein oder mehrere ungepaarte Elektronen auf. Molekularer Sauerstoff z.B. hat 2
ungepaarte Elektronen. Pflanzen geben molekularen Sauerstoff an die Umwelt ab. Sauerstoff reagiert im Körper mit Nährstoffen, so daß dann Wasser und Energie entstehen. Dabei treten
eine Vielzahl von schädlichen Radikalen auf. Bei einer Entzündung benutzt das Immunsystem Sauerstoffradikale, die durch einige Abwehrkörper (Phagozyten) gebildet werden,
um gefährliche Eindringlinge abzutöten. Eine Entzündung ist also eine wichtige lebensrettende Reaktion des Körpers. Bei gestörter
Entzündungsreaktion wie bei Autoimmunkrankheiten, chronischen Infektionen, Schwäche des Immunsystems u.a. können freie Radikale aber auch großen Schaden an gesundem Gewebe anrichten.
Exogene Radikale (Radikale, die von außen Gefahr bringen) Luftverschmutzung, Smog, Ozon, Rauch, Staub, Strahlung, Medikamente, Lösungsmittel, Pestizide u.a. sind Quellen für schädliche Radikale.
Biologischer Schaden durch Radikale: Da alle Organe des Körpers aus Zellen bestehen, wirken sich Zellschäden auch auf alle Organe aus. Radikale
schädigen aber auch Enzyme, Proteine, Fettsäuren u.a. Krankheiten, die durch freie Radikale verursacht werden: Arteriosklerose, Duchblutungsstörungen, Gefäßverschluß, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gehirn- und Nervenerkrankungen, Katarakt
(grauer Star), Alterung, Schädigung des Kollagens (Bindegewebe), Störungen der Körperabwehr, chronische Polyarthritis, rheumatische Arthritis,
Morbus Bechterew, Krebs, Berufs- und Umweltkrankheiten wie Asthma, Lungenkrebs, Hautkrebs u.a. Schutz vor Radikalen bieten:
ENZYME, die zu ihrer Bildung SELEN, ZINK, KUPFER, MANGAN u.a. brauchen, VITAMINE und MIKRONÄHRSTOFFE
wie Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Carotinoide, einige Thiole ( Schwefelverbindungen ), COENZYM Q10 u.a. Anmerkung:
Durch die höhere Lebenserwartung und durch Umwelteinflüsse ist in unserer Zeit eine neue Situation entstanden: Die Zufuhr von Schutzstoffe durch die Nahrung reicht nicht mehr aus.
Erhöhte Zufuhr ist deshalb notwendig. Zurück zur Inhaltsangabe
Zurück zur Startseite |