“Vitamin E in der modernen Medizin”

Prof. Dr. Peter Rösen                                                                  Zurück zur Inhaltsangabe

Diabetes-Forschungsinstitut der Universität Düsseldorf,  Promotion am Max-Planck-Institut

Forschungsschwerpunkt sind Grundlagenforschung zu Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Schutzwirkung von Vitamin E bei Diabetespatienten

Vitamin E und Diabetes    Diabetes siehe auch hier ..

Die stark erniedrigte Lebenserwartung von Diabetikern beruht weniger auf Komplikationen des Insulinmangels, sondern auf der Entwicklung von Gefäßerkrankungen, die den Tod  bei drei von vier Diabetikern verursachen.

Etwa 3 Millionen Menschen sind in Deutschland von dieser Krankheit betroffen.

Im gestörten Zuckerstoffwechsel des Diabetikers entstehen vermehrt Sauerstoffradikale. Diese schädigen neben den Gefäßwänden auch die Zellmembranen von Fettsäuren, Lipoproteinen, Thrombozyten (Blutplättchen, die an der Blutgerinnung beteiligt sind) u.a.

Der erhöhte oxidative Streß bei Diabetes ist einerseits die Folge einer erhöhten Produktion von Sauerstoffradikalen und andererseits die verminderte Fähigkeit, diese Radikale mit Anti-Oxidantien zu bekämpfen.

Normalisierung des Blutzuckerspiegels und des Fettstoffwechsels ist das erste Ziel für Diabetiker. Wie neueste epidemiologische und klinische Untersuchungen ergaben, haben Patienten mit niedrigem Vitamin E-Spiegel ein vierfach höheres Risiko, an Herzerkrankungen zu versterben als Patienten mit einem optimalen Vitamin E-Status.

Ferner wird das Angina-pectoris-Risiko durch zusätzliche Aufnahme von Vitamin E beträchtlich vermindert.

Vitamin E schützt ungesättigte Fettsäuren (z.B. Linolsäure) und leistet dadurch einen beträchtlichen Beitrag zur Stabilität der Zellmembran. Auch die Oxidation von Lipoproteinen wird durch Vitamin E verhindert. Dies ist von größter Wichtigkeit, da oxidierte Lipoproteine für die Gefäßinnenwände schädlich sind. (Lipoproteine sind “Tanker”, die Fette und Cholesterin im Blut transportieren.)

Geschädigte Gefäßinnenwände erhöhen aber das Thrombose- und Embolierisiko.

Diabetespatienten sollten vermehrt ungesättigte Fettsäuren aufnehmen, um das Risiko von Gefäßerkrankungen zu mindern. Gerade ungesättigte Fettsäuren benötigen aber den Schutz durch Vitamin E. Die meisten Studien zeigen, daß eine erhöhte Aufnahme von Schutzvitaminen nötig ist.

(Die wichtigsten ungesättigten Fettsäuren sind die LINOL- und LINOLENSÄURE)

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