“Vitamin E in der modernen Medizin” D Dr. Michael R. Clemens
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Privatdozent für Innere Medizin, Universität TübingenForschungsschwerpunkt sind freie Radikale und Krebs, Wirksamkeit von Anti-Oxidantien und Strahlentherapie, freie Radikale bei körperlicher
Belastung sowie Rolle von Vitamin E bei Bluterkrankungen Freie Radikale in der Krebsentstehung und die Rolle der Radikalfänger Vitamin E und C
Man schätzt, daß 75 bis 80% aller Krebsarten durch Umweltfaktoren ausgelöst werden, etwa 30 bis 40%
davon durch Ernährung. N euere Ergebnisse deuten an, daß beim Stoffwechsel freie Radikale als Abkömmlinge von chemischen Krebserregern gebildet werden. Zwei Beweisführungen zeigen dies:
1. Anti-Oxidantien hemmen die Wirkung vieler Krebserreger 2. Man kennt bestimmte Stoffwechselreaktionen von chemischen Krebserregern, bei denen freie Radikale nachweisbar sind.
Die am häufigsten verwendeten Schutzstoffe gegen freie Radikale sind Retinoide (Beta-Carotin, Vitamin A), Vitamin E, Vitamin C sowie die Enzymbestandteile Selen, Zink, Kupfer, Eisen und Mangan. Vitamin C ist wasserlöslich und kann Nitrite reduzieren. Hierdurch wird die Bildung krebserregender Nitrosamine gehemmt.
Vitamin E ist das wichtigste fettlösliche Anti-Oxidans in Zellmembranen, wo es die Schädigung von Lipiden (Fettstoffen) verhindert.
Auch Vitamin E kann Nitrite reduzieren. Vitamin E ist möglicherweise auch für das Immunsystem bedeutsam. Ganz eindeutig wurde die gesenkte Krankheitsrate bei
Magenkrebs durch Vitamin E und C nachgewiesen sowie die Schutzwirkung bei Lungenkrebs durch Vitamin E und Beta-Carotin.
Als Beispiel für die Rolle freier Radikale bei der Krebsentstehung durch chemische Substanzen kann Zigarettenrauch
genannt werden. Zigarettenrauch enthält eine komplexe Mischung mehrerer tausend chemischer Stoffe (worunter sich zahlreiche
Radikale befinden), von denen sich mehr als vierzig im Tierversuch als krebserregend herausgestellt haben. Zurück zur Inhaltsangabe Zurück zur Startseite
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