Carotinoide, Carotin

Suchbegriffe dieser Seite: Algencarotinoide * Alterungsbremse der Haut * Andere Carotinoide * Dosierung * Radikale * Resorption * Singulett-Sauerstoff *   Wertvolle Carotinoide aus der Alge “Dunaliella Salina” * Zusammenfassung

Carotinoide                        

Quellen: A) Schünke/Kuhlmann/Lau:Ortomolekulare Medizin, Hippokrates-Verlag, S. 17

B) Fernsehfilm vom 23.4.96, Sender N3 Referat vom 12.9.96

Gäste: 1. Prof. Dr. Hagen Tronnier, Institut für experimentelle Dermatologie der Universität Witten-Herdecke

2. Maria-Elisabeth Lange-Ernst, Wissenschaftsjournalistin und Vorsitzende des Vereins “Lust auf Gesundheit”, München

Inhalt des FS-Films:

Es ist allgemein bekannt, daß Vitamine das Immunsystem stärken und uns vor Krebs, grauem Star und Herzinfarkt schützen.

Weniger bekannt ist, daß es zwei Vitamine gibt, die für unseren Hautschutz sorgen: Es sind Vitamin E und Carotinoide. Beta-Carotin ist das bekannteste davon.

Diese beiden Vitamine beugen Alterung der Haut, Sonnenbrand und Hautkrebs vor, und zwar von innen.

Carotinoide  wirken auf verschiedene Weisen:

1. Sie wirken als Anti-Oxidans gegen Singulettsauerstoff. Dies ist ein Teilchen, das durch UV-Strahlen Energie aufnimmt und dadurch in der Haut Schäden verursacht. Carotinoide übernehmen diese Energie, so daß keine Schäden entstehen können.

2. Carotinoide wirken wie eine normale Pigmentierung (Bräunung) der Haut. Sie reflektieren das Licht und schützen so die Haut.

Ganz wichtig sind Carotinoide für Menschen, die wenig oder kein Pigment bilden können.

Carotinoide sind in vielen Gemüsearten enthalten. Man müßte täglich 5 carotinreiche Mahlzeiten zu sich nehmen. Dies ist nicht möglich.

Wie neue Forschungen belegen, ist die Carotinoid-Aufnahme aus Gemüse viel geringer als bisher angenommen. Zur optimalen Versorgung ist die Einnahme von Präparaten nötig. Präparate sind keine “Pillen”, sondern eine sinnvolle Nahrungsergänzung.

Vor einem Urlaub in der Sonne sollte man täglich 50 mg Carotinoide einnehmen, und zwar 3 - 4 Wochen vorher. Etwas Weizenkeimöl verbessert die Aufnahme der Carotinoide und schützt sie durch das in ihm enthaltene Vitamin E..

Zusammen mit Vitamin E sind Carotinoide eine sichtbare Alterungsbremse der Haut.

Zweifach falsch ist leider die Empfehlung zur Deckung des Tagesbedarfs an Carotinoiden und Vitamin E am Schluß des Films:

Karottensaft + Olivenöl oder eine rohe Karotte + Butterbrot.

1. Olivenöl enthält wenig Vitamin E , nämlich nur 1 mg pro Eßlöffel.

Die Empfehlung muß also “Weizenkeimöl” lauten, wie es zuvor im Film richtig dargestellt wurde oder noch besser Bio-Leinöl mit Vitamin E-Zusatz..

2. Aus rohen Karotten kann der menschliche Organismus fast kein Beta-Carotin aufnehmen, da dieses in den Zellen der Karotten kristallin fest eingeschlossen ist.

Richtig ist es, die Karotten zu garen.

Dies gilt auch ähnlich für andere Gemüsearten.  Rohkostfanatiker nehmen z.B. mehr Vitamin C, aber weniger Beta-Carotin aus der Nahrung auf. Richtig ist also der goldene Mittelweg:

Pflanzlich Kost größtenteils zwar roh verzehren, einige sollte man aber garen.

Alle Pflanzen stellen verschiedene Carotinoide zu ihrem eigenen Schutz her. Am bekanntesten ist zwar das Beta-Carotin, aber ebenso wichtig und wirkungsvoll sind andere:

Alpha-Carotin, Cryptoxanthin, Zeaxanthin, Lutein, Lycopen ...  

Eine Studie aus dem Jahr 95 (Lancet 346, Seite 75-81), die im März 1996 bekannt wurde, weist nach, daß die Beta-Carotin-Aufnahme aus grünem Blattgemüse viel schlechter ist, als man bisher annahm.

Eine zusätzlich Portion Blattgemüse mit 3,5 mg Beta-Carotin erhöhte die Werte im Serum nur um 17%.

Die gleiche Menge Beta-Carotin als Nahrungsergänzung erhöhte die Werte im Serum um 390% !

“Aufgrund dieser Resultate ist eine Erhöhung des Verzehrs von Gemüse zur Behebung eines Mangels an Carotinoiden kaum zu empfehlen”, meint der Wissenschaftler  de Pee , der mit drei weiteren Mitarbeitern diese Studie durchführte.

Beta - Carotin - der Schutznährstoff für Haut, Herz, Gefäße und gegen Krebs (besser wäre der Titel: Carotin-Komplex - die Schutznährstoffe für Haut, Herz, Gefäße und gegen Krebs !)

Taschenbuch von Maria -Elisabeth Lange-Ernst, Verlag “Lust auf Gesundheit”, München 1995, 9,80 DM:

Zusammenfassung von Sepp Klik, September 1996

“Bisher war man schlicht und einfach überzeugt, daß eine abwechslungsreiche, gemischte und wohlschmeckende Kost schon alles auf den Tisch und Teller brächte, was der Mensch benötigt, um nicht nur gesättigt, sondern auch gesund zu sein. Von einigen ermutigenden Ausnahmen abgesehen, hält sich diese Meinung unverdrossen bei vielen Menschen, sogar bei Wissenschaftlern.”

“Früher hieß es: Wenn du arm bist , mußt du früher sterben. Heute sollte man sagen: Wenn du unwissend bist, mußt du früher sterben.”

Schon diese beiden Zitate zeigen, wie engagiert und mutig die Autorin ihr Buch schreibt. Ich empfehle dieses preiswerte Taschenbuch.

Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung:

Beta-Carotin ist nur eines von etwa 600 Carotinoiden, die als Farbstoff in unzähligen Pflanzen und Früchten enthalten sind.

Beta-Carotin wird auch als Pro-Vitamin A bezeichnet, da theoretisch ein Beta-Carotin-Molekül 2 Vitamin A-Moleküle ergeben. Durch Zufuhr von Beta-Carotin kann es keine schädliche Überdosierung von Vitamin A geben, da der Körper diesen Vorgang nach Bedarf steuert.

Bei Lagerung von Obst und Gemüse werden Carotinoide  durch Licht und Sauerstoff schnell zerstört. Nur 10% - 50% der verzehrten Carotinoide werden vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen (bei Rohverzehr noch viel weniger!)

Der Bedarf an Carotinoiden ist wesentlich höher als bisher angenommen. Vor allem Rauchen, Alkoholmißbrauch und vielerlei Krankheiten erhöhen den Bedarf. Selbst tägliche Dosierungen von 50 - 200 mg über Jahre hinweg ergaben keine nachteiligen Nebenwirkungen.

Besonders wertvolles Carotin liefert die Meeresalge  “ Dunaliella salina”, aus der in Australien natürliche Carotinoide gewonnen werden oder neuerdings Carotinoide, die biotechnisch mit Hilfe von Bakterien gewonnen werden..

Dieses wundersame Gewächs gedeiht sogar noch in einer 35%igen Kochsalzlösung. Durch ihr ungewöhnliches Anpassungsvermögen hat die Dunaliella salina phantastische Eigenschaften entwickelt.

Unter extremen Umweltbedingungen (Lichteinstrahlung, Hitze, Nährstoffmangel) bildet diese Alge große Mengen an Carotinoiden.

Es ist bekannt, daß in Australien (Südhalbkugel) der schützende Ozonschild besonders dünn ist. Das bedeutet, daß die UV-Strahlung der Sonne besonders intensiv ist.

Die Dunaliella salina hat sich diesen Gefahren schnell angepaßt und mit einer vermehrten Carotinoid-Produktion reagiert.

Die ursprünglich grüne Alge wurde dadurch orangerot.

Die Dunaliella salina produziert über 30 verschiedene Carotinoide. Die wichtigsten sind:

Beta-Carotin (all-trans), Beta-Carotin (9-cis), Beta-Carotin (13-cis), Beta-Carotin (15-cis), Alpha-Carotin, Cryptoxanthin, Zeaxanthin, Lutein, Lycopin u.a.

Die Bezeichnungen trans und cis sind Hinweise auf die Molekülstruktur.

Das 9-cis-Beta-Carotin  z.B. schützt vor freien Radikalen besser als das All-trans-Beta-Carotin. Bei der Bekämpfung bestimmter Krebszellen ist Alpha-Carotin erfolgreicher als Beta-Carotin.

Synthetisches, chemisch produziertes Beta-Carotin, wie es in vielen Präparaten vorkommt, hat keine oder nur eine sehr geringe Schutzfunktion. Meist dient es als Farbstoff  (Margarine, Butter, Eis, Tierfutter u.a.)

Natürliche Carotinoide schützen hauptsächlich vor Singulett-Sauerstoff , einem energiereichen Sauerstoffradikal, das durch Strahlung entsteht. Sie entgiften den Singulettsauerstoff.

Natürliche Carotinoide schützen vor allem die Haut - auch die Schleimhaut - im Körperinnern. Zusammen mit Vitamin C und Vitamin E bilden sie eine Alterungsbremse für die Haut.

Natürliche Carotinoide - produziert von der Dunaliella salina, dem erstaunlichen Überlebenskünstler - sind eine natürliche Gesundheitsvorsorge bei der heutigen Belastung durch Umwelteinflüsse.

Einige Ursachen für erhöhte Belastung durch aggressive Freie Radikale:

1. Nikotin

2. Schwermetalle (Blei, Cadmium, u.a.)

3. Nitrit aus Fleisch- und Wurstwaren

4. Aldehyde (Formaldehyd u.a.)

5. Luftschadstoffe (Benzol, Smog, Stickoxide)

6. Nitrat, Pestizide, Herbizide (Düngung, Schädlingsbekämpfung)

7. Radioaktive Strahlung

8. Natürliche Strahlung (Sonne)

9. Röntgenstrahlen

10. Medikamente

11. Giftige Stoffwechselprodukte durch Krankheit, Streß, Erschöpfung, Ernährung

Zahlreiche internationale Wissenschaftler sind davon überzeugt, daß heute nur mit einer gezielten Nahrungsergänzung optimale Bedingungen zur körperlich-geistiger Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu schaffen sind.

Darum lautet die moderne Gesundheitsformel:

Kalorien- und nährstoffbewußt essen und die präventive Nahrungsergänzung nicht vergessen.

Eine Unzahl körperfremder Substanzen verstärken sich gegenseitig bei der Schädigung von Körperzellen und Erbgut. Dies wird häufig bei der Festlegung von Höchstmengen, den sog. MAK-Werten, nicht bedacht.

Deshalb ist eine erhöhte Zufuhr von Anti-Oxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide u.a. notwendig.

Für Affen in zoologischen Gärten wird z.B.  eine Gabe von 55 mg Vitamin C pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen!

(Affen können genau wie Menschen Vitamin C selbst nicht herstellen!)

Umgerechnet auf den Menschen ergibt dies eine Menge von etwa 4 Gramm Vitamin C pro Tag! (Die wertvollen Affen in den Zoos müssen vor Krankheiten geschützt werden, und der Mensch...??)

Ich zitiere die Autorin: “Die antiquierte These, daß überschüssiges Vitamin C gleich wieder ausgeschieden wird ist längst widerlegt. Sie geistert aber unglaublich zählebig in den Köpfen von Ärzten, Ernährungsexperten und -beratern sowie Verbrauchern umher. Wer zu höheren Aufnahmen rät, wird mitleidig belächelt.”

Eine US-Studie besagt: “Könnten Menschen ihr eigenes Vitamin C produzieren, so würde die Menge mindestens 5000 mg pro Tag betragen. Diese Menge dürfte etwa unserem tatsächlichen Bedarf entsprechen”.

Carotinoide - Schutzfunktionen im Überblick

Carotinoide sind der Nahrungs- Strahlenschutzfaktor Nr. 1

Carotinoide sind beim UV-Strahlenschutz den anderen Anti-Oxidantien deutlich überlegen, denn sie können zehnmal schneller Strahlenenergie aufnehmen.

Jede Unterversorgung verläuft symptomfrei schleichend, d.h. man merkt zunächst nichts davon.

Handelsübliche Multivitaminpräparate helfen nicht . Sie enthalten meist unwirksames Vitamin A oder synthetisches Beta-Carotin.

Mit Obst und Gemüse ist die wünschenswerte Zufuhr an Carotinoiden nicht zu erreichen.

Bei erhöhter Sonneneinstrahlung raten Experten zu 15 - 30 mg Carotinoiden, 100 mg Vitamin E und 200 mg Vitamin C.

Die Einnahme sollte zu den 3 Hauptmahlzeiten verteilt erfolgen.

Mit Hilfe des Sonnenlichtes und des Chlorophylls (grüner Pflanzenfarbstoff) stellen Pflanzen Zucker und Stärke her.

Pflanzen sind auf viel Sonnenlicht angewiesen. Deshalb müssen sie sich aber auch seit Urzeiten durch Carotinoide vor der schädlichen UV-Strahlung schützen.

Oxidationsschutz bedeutet Krebsschutz.

(Carotinoide können aber nur noch wenig helfen, wenn bereits Krebs entstanden ist. Hier helfen andere Anti-Oxidantien!)

Schutz der Zellmembranen durch Anti-Oxidantien ist heute Dreh- und Angelpunkt, um Krankheiten vorzubeugen.

Man schätzt daß 35% aller Krebsleiden durch Fehl- und Mangelernährung entstehen.

Carotinoide schützen vor Höhenstrahlung bei Flugreisen und beim Aufenthalt im Gebirge!

(Die Schädigung, die bei einem Flug von Frankfurt nach San Franzisko entsteht, entspricht derselben, die durch das Rauchen von 200 Zigaretten bewirkt wird!)

Rohe Karotten und rohes Gemüse liefern kaum Carotinoide.

Erst durch Garen zusammen mit etwas Öl oder Fett ist eine nennenswerte Aufnahme von Carotinoiden möglich.

Fragen? (keine Produktinfos!) Tel: 0661-70916

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