Kurz-Infos (ca. 10 DIN A4-Seiten) Zu den Detailinfos über B-Vitamine Vitamin B-Komplex
Folgende B-Vitamine wirken zusammen und benötigen sich gegenseitig. Sie sollten a ls Komplex eingenommen werden. B 1 (Thiamin, Aneurin):
Neurotropes, (auf das Nervensystem) wirkendes Vitamin, als Coenzym am Energie-, Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel
beteiligt. Raucher, Frauen (Pille) und Alkoholiker haben hohen Bedarf. Mangel führt zu Vergeßlichkeit, sogar zu Alzheimer-Krankheit. B2 (Riboflavin): B2 ist an der Energieproduktion
in den Körperzellen und am Abbau von Kohlehydraten, Fetten und Eiweiß
beteiligt. Unentbehrlich bei Streß, für Sportler. B2 ist Coenzym für ca. 60 Enzyme. Mangel ist häufig, vor allem bei älteren Menschen.  3 (Niacin): B3 ist als Coenzym an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Es erweitert die Blutgefäße, hilft bei Migräne, senkt den Cholesterinspiegel. Niacin kann auch aus der Aminosäure Tryptophan vom Körper gebildet werden.
B 5 (Pantothensäure): B5 ist Bestandteil des Coenzym A und spielt damit eine Hauptrolle im Stoffwechsel. B5 ist für Schleimhäute bedeutsam, wirkt
antientzündlich (Atemwege, Gelenke), bekämpft Infektionen durch Unterstützung des Immunsystems.
 B6 (Pyridoxin, Pyridoxal, Pyridoxamin): B6
ist bedeutsam für das Bindegewebe, wirkt gegen Dermatitis, Nervosität, Leber- und Nierenerkrankungen, Tumore. Erhöhter Bedarf bei Medikamenteneinnahme, Alkoholkonsum, hoher Proteinzufuhr.
 B12 (Cobalamin):
B12 ist der einzige Biostoff, der Kobalt enthält. B12 kommt in Pflanzen nicht vor! Der Körper besitzt einen 5-Jahresvorrat. B12 hat eine Funktion bei der Zellreifung, im
Nervensystem und bei der Blutbildung. Wie man an den Strukturformel sieht ist B12 ein Riesenmolekül. Es kann nur resorbiert werden, wenn es an
ein besonderes “Taxi” gebunden ist. Dieses “Taxi”, ein Mucoprotein nennt man Intrincic Factor (IF).
Folsäure (Vitamin B9):
Folsäure wirkt im Gehirn und im Nervensystem und ist Bestandteil der Rückenmarksflüssigkeit. Folsäure ist mit B12 und Methionin für die Psyche
wichtig. Folsäure baut zusammen mit B6 und B12 Homocystein zu Methionin ab.
Homocystein ist nach neuen Forschungsergebnissen für die Arteriosklerose (Herzinfarktgefahr) mitverantwortlich.
Folsäuremangel ist weit verbreitet.
Biotin Vitamin B7): Biotin spielt beim Kohlehydratstoffwechsel
eine Rolle, arbeitet mit dem Insulin zusammen. Bedeutsam für Diabetiker. Der Stoff AVIDIN (im rohen Eiklar)
zerstört Biotin. Bestimmte Dermatitisformen (Leiner-Krankheit) sprechen auf Biotin gut an.
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* Zu den Kurzinfos * Zu den Detail-Infos: B1 * B2
* B3* B5 * B6 * B12 * Folsäure * Biotin * Inositol
* Cholin * Die B-Vitamine - Detail-Infos
Die B-Vitamine bilden eine zusammengehörende Gruppe. Sie packen wichtige Aufgaben im Stoffwechsel gemeinsam an. Deshalb hat es keinen Sinn, ein einzelnes B-Vitamin zu schlucken. Man
sollte immer den ganzen Komplex nehmen. Leider leiden wir fast alle unter einem extremen Mangel an B-Vitaminen.
Sie sind hauptsächlich im Keim und in der Schale von Getreide oder auch in der Zuckermelasse zu finden, werden aber beim “Verfeinern” von Nahrungsmitteln entfernt und als Viehfutter verwendet.
Polierter Reis, weißes Mehl, weißer Zucker - sie alle enthalten praktisch keine Nährstoffe mehr.
Mangel an B-Vitaminen äußerst sich in Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Durchblutungsstörungen, erhöhtem Cholesterinspiegel, Herzrhythmusstörungen u.a. Während die B-Vitamine B6, B12, Folsäure und PABA
eine Sonderrolle im Organismus spielen, sind B1, B2, B3, B5, Biotin, Cholin und Inositol am Stoffwechsel beteiligt, und zwar von der Nahrungsaufnahme
bis hin zu den Endprodukten wie Harnstoff, Wasser, Ammoniak usw. In allen Geovis-Ernährung-Optimierungen ((GEO) ist die optimale Versorgung mit dem
Vitamin-B-Komplex sichergestellt, wobei etwa eine individuell höhere Dosierung durch die vorhergehende Anamnese indiziert sein kann. Quellen:
Dr. rer. nat. Wolfgang Bayer/ Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Karlheinz Schmidt: Vitamine in Prävention und Therapie, Hippokrates-Verlag Klaus Oberbeil: Fit durch Vitamine, Südwest-Verlag
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 257. Auflage, Verlag de Gruyter Roche Lexikon Medizin, 3. Auflage, Verlag Urban&Schwarzenberg
Vitamin B1, Thiamin, Aneurin Zum Anfang zurück Thiamin ist ein neurotropes, d.h. auf das Nervensystem wirkendes Vitamin.
Es wird vor allem dort benötigt, wo Kohlenhydrate verarbeitet werden, nämlich im Gehirn, in den Nervenzellen und in der Muskulatur, vor allem auch in der Herzmuskulatur.
Es unterstützt Gedächtnisleistung und Konzentration und wirkt Nervosität und depressiven Störungen entgegen. Bei allen den Körper belastenden Situationen, wie z.B.
Krankheit, Angst, Ärger, steigt der Bedarf an Thiamin. Raucher und Frauen, die die Pille nehmen, haben einen besonders hohen Bedarf. Ein Mangel an Thiamin kann dazu führen, daß
im Gehirn in Massen die sog. cholinergen Neuronen absterben. Die Folge ist Vergeßlichkeit, Konzentrationsschwäche und in schweren Fällen im Alter die Alzheimersche Krankheit. Wer unter Streß
steht, viel Kaffee oder Tee trinkt, viel Süßes ißt und wer gesundheitlich wenig stabil ist, sollte besonders darauf achten, daß der Organismus reichlich mit Thiamin versorgt ist. Das von der Dickdarmflora gebildete Thiamin kann nicht resorbiert werden, da die Resorption oberhalb im Dünndarm erfolgt.
Thiamin hat einen relativ hohen Turnover (Umsatz) im Körper und wird nicht in nennenswertem Umfang gespeichert. Daher ist eine kontinuierliche (regelmäßige) Zufuhr mit der Nahrung notwendig
. Überschüssiges Thiamin wird im Urin ausgeschieden. Thiamin ist ein wichtiges Coenzym, das eine bedeutende Rolle im Energie-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel spielt. Bei
unzureichender Thiaminversorgung ist dieser Stoffwechselweg der Glucose verlangsamt. Daneben wird eine coenzymunabhängige Wirkung des Thiamins im Nervensystem diskutiert.
Ein Thiaminmangel kann auftreten bei schwerer Mangelernährung, langfristiger parenteraler Ernährung (Ernährung z.B. durch
Infusion), durch Null- Diät, Hämodialyse (Blutreinigungsverfahren) und Malabsorption (schlechte Aufnahme). Alkoholiker
sind bei uns die am meisten gefährdete Gruppe. Ferner kann ein Mangel u.a. auch bei Diabetes oder bei Leberfunktionsstörungen auftreten. Die klassische Vitaminmangelkrankheit Beriberi
tritt bei uns praktisch nicht auf. Oral verabreichtes Thiamin ist sehr gut verträglich. Selbst die 100-fache Tagesdosis gilt als unbedenklich. Thiamin
kommt vor allem im Vollkorn (Hafer, Weizen), in Erbsen, Bohnen und magerem Schweinefleisch vor. Teilweise zerstört wird es durch Erhitzen, durch Chlor und Sulfite. (Schwefelverbindungen)
Vitamin B2, Riboflavin Zum Anfang zurück Vitamin B2 ist von großer Bedeutung für die Energieproduktion in unseren Körperzellen. Riboflavin wirkt ferner mit
beim Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Zwei Drittel der Menschen leiden an Riboflavinmangel. Besonders ältere Menschen sind davon betroffen. Symptome sind u.a.
rissige Mundwinkel, spröde Lippen, schuppige Haut, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Schwindelgefühle oder Schlafstörungen. Wer unter psychischem oder physischem Streß
leidet, braucht besonders reichlich Riboflavin, da dieses Vitamin zum Ausstoß von Streßhormonen, wie z.B. Adrenalin, unentbehrlich ist. Auch wer viel Sport
treibt, sollte gut mit Riboflavin versorgt sein, denn nur dann kann das Training anabol, d.h. zu Energie
verwendet werden. Zusammen mit dem Schilddrüsenhormon Thyroxin bewirkt Riboflavin die Umsetzung gewonnener Energie in Muskelaktivität. Riboflavin wird von Pflanzen und Mikroorganismen
gebildet, nicht aber vom menschlichen und tierischen Organismus. Riboflavin wirkt beim Menschen in Form seiner aktiven Coenzyme FAD und FMN in ca. 60 wasserstoffübertragenden Flavoenzymen
. Die Flavoenzyme wirken als Katalysatoren, d.h. sie beschleunigen chem. Reaktionen. Alkoholismus
ist neben unzureichender Zufuhr die häufigste Mangelursache. Zusammen mit oben aufgeführten Mangelsymptomen werden oft Störungen des Eisenstoffwechsels oder auch eine Anämie beobachtet.
Der Riboflavinbedarf ist abhängig von der Intensität des Stoffwechsels, des Körpergewichts und der Kalorienzufuhr. Im Durchschnitt
schwankt der Bedarf je nach Alter und Lebensbedingungen zwischen 1 mg und 3 mg/Tag. Selbst sehr hohe Dosierung (100 mg) sind unschädlich.
Im Gegenteil, dadurch wird z.B. die krebserzeugende Wirkung des Benzols gesenkt.
Der Bedarf steigt bei Schwangerschaft, in der Stillzeit, während des Wachstums, bei Infektionen, bei Alkoholismus, erhöhter
Schilddrüsentätigkeit, vermehrter Flüssigkeitszufuhr und bei hohem Fettanteil in der Nahrung.
Einen besonders hohen Gehalt an Riboflavin weisen Hefe, Milch, Eier, Fleisch (vor allem Leber) und schnell wachsende Pflanzen, wie z.B. Broccoli, auf. Zusätzliche Riboflavingaben zur Prophylaxe
haben sich bewährt, besonders bei Schwangeren, Stillenden, bei älteren Menschen und bei Frauen, die über längere Zeit orale Kontrazeptiva (die Pille) zu sich nehmen.
Riboflavin ist recht stabil gegen Wärme und Sauerstoff. Beim Kochen von Gemüse ist ein Teil im Wasser! Riboflavin ist aber sehr
empfindlich gegen Licht und UV-Strahlung. 70% des Riboflavins werden in wenigen Stunden zerstört, wenn z.B. Milch in Glasflaschen im Hellen aufbewahrt wird.
Vitamin B3, Vitamin PP, Niacin Zum Anfang zurück
Unter dem Oberbegriff Niacin sind Nikotinsäure und Nikotinamid sowie die biologisch aktiven Wirkformen NAD und NADP zu verstehen.
Als Coenzyme sind NAD und NADP in Verbindung mit spezifischen Enzymen an zahlreichen Oxidations- und Reduktionsreaktionen
beteiligt und spielen eine wesentliche Rolle bei zentralen Stoffwechselprozessen und bei der Energiegewinnung. (NAD = Nicotinamidadenindinucleotid)
Bis heute sind mindestens 200 Dehydrogenasen (Enzyme, die Wasserstoff abspalten) bekannt, die NAD oder NADP benötigen.
Niacin verhilft zu einem gesunden Kreislauf. Es erweitert die Blutgefäße. Dies ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn infolge
von Krämpfen in der Gefäßmuskulatur Durchblutungsstörungen auftreten. Niacin ist infolge seiner gefäßerweiternden Eigenschaft
besonders wirksam bei allen Kreislaufstörungen, bei allen Mängeln in der Durchblutung sowie bei Migräne.
Niacin hilft ferner, den Cholesterinspiegel zu senken, dabei sinken LDL und VLDL, HDL steigt. (HDL-Cholesterin wirkt positiv, es
verhindert Arteriosklerose.) Aus Ergebnissen einer Studie geht hervor, daß durch eine gezielte Niacin- Behandlung der
Cholesterinspiegel um 10-36 % und der Spiegel an Triglyzeriden (Neutralfette) um 23-46% gesenkt werden konnte.
Niacin wird einerseits direkt aus der Nahrung aufgenommen, kann andererseits jedoch auch aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt werden.
Dabei ergeben 50-60 mg Tryptophan 1 mg Niacin. Wer sicher sein will, ausreichend mit Niacin versorgt zu sein, sollte neben niacinhaltigen Lebensmitteln auch ausreichend Tryptophan aufnehmen.
Reich an Niacin und Tryptophan sind Rindfleisch, Eier und Kuhmilch. Zu den häufigsten Mangelursachen gehören vor allem einseitige Ernährung (z.B. Mais), Vitamin B6-Mangel, da dann
die Umwandlung aus Tryptophan gestört ist, und Medikamenteneinnahme, z.B. L-Dopa bei der Parkinson-Krankheit, Salizylate (Aspirin).
Die Mangelsymptome bestehen in Hautveränderungen, Veränderungen der Schleimhaut des Mundes, der Zunge (Himbeerzunge) , des Darmtrakts und in neurologischen Störungen.
Der Niacinstatus wird durch Untersuchungen des Urins bestimmt. Niacin wird sehr schnell im Dünndarm aufgenommen. Nach
Einnahme ist es bereits nach 10-20 min im Blut. Wegen der Eigenproduktion kann der Tagesbedarf nur geschätzt werden, etwa 20
mg. Nebenwirkungen können bei hoher Dosierung (3000 mg) auftreten. Nikotinamid ist gut wasserlöslich, Nikotinsäure bildet farblose Kristalle und ist kaum wasserlöslich. Vitamin B5, Pantothensäure
Zum Anfang zurück Pantothensäure ist wasserlöslich und gehört zum Vitamin B- Komplex. Die biologisch aktive Form der Pantothensäure ist Coenzym
A (CoA). CoA nimmt eine Schlüsselstellung beim Fettstoffwechsel ein, aber auch beim Kohlehydrat-, Eiweißstoffwechsel und Aminosäurestoffwechsel.
Eine wesentliche Rolle spielt es bei Regenerationsprozessen, wie Wundheilung, Aufbau der Schleimhaut und der Biosynthese von
Steroiden. Zu den Steroiden gehören die Sexualhormone Östrogen, Gestagen, Androgene sowie die Glukokortikoide (Cortison
u.a.), das Calciferol (Vitamin D) u.a. Fast alle Körpergewebe können CoA aus Pantothensäure herstellen. Pantothensäure fördert die Bildung von Epithelzellen
( Epithel ist das Deckgewebe der Schleimhäute und der Haut). Es hat deshalb u.a. auch Bedeutung für die Funktion der Schleimhäute und wird bei Entzündungen in Mund, Rachen, Atemwegen und Darm eingesetzt.
Dank seiner entzündungshemmenden Wirkung ist es auch hilfreich bei Gelenkschmerzen, bei Gelenksteife und Arthritis. Pantothensäure hilft auch bei der Wundheilung und bei
nachoperativen Schockzuständen. B5 verringert ferner die giftige Wirkung vieler Antibiotika und bekämpft Infektionen durch die Unterstützung der Bildung von Antikörpern.
Pantothensäure kommt in nahezu sämtlichen Nahrungsmitteln vor, und beim Menschen sind isolierte Mangelerscheinungen nicht
bekannt. Besonders reiche Pantothensäurequellen sind z.B. Leber, Erdnüsse, Champignons und Blumenkohl, aber auch verschiedene Getreide.
Empfohlen wird eine Aufnahme von etwa 10 mg. Selbst hohe Dosierungen (z.B. 1000 mg) zeigen keinerlei Nebenwirkungen, erst bei ca. 10 000 mg kann es zu Darmstörungen kommen.
Das natürliche Pantothensäure-Molekül kommt nur als D-Form vor. Das synthetische S-Form-Molekül (Spiegelbild) ist unwirksam.
(Synthetisches Vitamin C besitzt 4, synthetisches Vitamin E sogar 8 verschiedene Moleküle. Nur jeweils eins davon ist natürlich und voll wirksam!) Vitamin B6,
Pyridoxal, Pyridoxin, Pyridoxamin
Zum Anfang zurück Unter der Bezeichnung Vitamin B6 werden Pyridoxal, Pyridoxin und Pyridoxamin sowie deren Phosphate zusammengefaßt, die alle als Vitamin B6 wirksam sind. Vitamin B6 spielt eine Rolle im Stoffwechsel der Aminosäuren, wie Lysin und Cystein, aber auch für die biogenen Amine wie Histamin und Dopamin. Vitamin B6 ist bedeutend für die
Quervernetzung des Bindegewebes und fördert damit seine elastischen Eigenschaften. Vitamin B6 beeinflußt wichtige Stoffwechselschritte, wie z.B. die Freisetzung von Glucose aus Glycogen.
Vitamin B6 ist also auch für muskuläre Funktionsleistungen von zentraler Bedeutung.
Meistens treten Vitamin B6- Mängel nicht isoliert auf, sondern in Kombination mit einem Vitamin B- Komplex- Mangel vor allem bei Jugendlichen, Schwangeren, Stillenden und Senioren.
Vitamin B6 benötigt Vitamin B2, um wirksam zu werden! Die B6- Vitamine kommen in nahezu sämtlichen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Reichlich findet man sie in Erbsen,
Vollkorn, Karotten, Kohl, Kartoffeln, Bananen Fleisch und Fisch. Bei erhöhter Eiweißzufuhr steigt der Bedarf an Vitamin B6. Empfohlen wird eine Aufnahme von 0,02 mg Pyridoxin pro g Protein. Zur Vermeidung eines Defizits wird eine tägliche Vitamin B2 - Zufuhr von 2,3 mg /Tag für Männer und für Frauen von 2,0 mg / Tag empfohlen
. Während der Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein deutlich erhöhter Bedarf, wobei eine Mehrzufuhr von 1,4 mg während der Stillzeit empfohlen wird.
Zusätzliche Gaben an Vitamin B6 empfehlen sich u.a. besonders bei Leber- und Nierenerkrankungen, Gefäß- und Tumorerkrankungen, bei neurologischen Störungen und der Zöliakie
(Glutenunverträglichkeit; Gluten ist das in allen Getreidesorten vorkommende Eiweiß), seborrhoischer Dermatitis (Ekzeme) im Nasen-, Augen- oder Mundbereich, Erosionen
(nässender Substanzverlust) der Mundschleimhaut und der Mundregion, nervösen Störungen, epileptiformen Krämpfen beim Säugling, hypochromer Anämie
(verminderter Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen) und Homocysteinurie (Störung der Umwandlung von Methionin in Cystein).
Bei Homocysteinurie ist die Gabe von Pyridoxin zu 50% erfolgreich! Auch in der Schwangerschaft und in der Stillzeit, bei Medikamenteneinnahme sowie bei hohem Alkoholkonsum
sind zusätzliche Gaben von Vitamin B6 angezeigt. Vitamin B6 ist empfindlich gegen Licht, Hitze und Feuchtigkeit. Bis zu 300 mg Pyridoxin pro Tag sind ohne Nebenwirkungen. Vitamin B12, Cobalamin Zum Anfang zurück Vitamin B12 ist ein sehr komplexes Molekül mit einem Kobalt- Atom in seinem Zentrum. Es ist der einzige Biostoff, der
Kobalt, also ein Spurenelement enthält, das für unsere Gesundheit unverzichtbar ist.
Gute Vitamin B12- Lieferanten sind tierische Produkte wie Fleisch, Innereien und Milch. Pflanzen enthalten kein Vitamin B12! Der
Minimalbedarf eines Erwachsenen liegt mit 2 mcg etwas unter dem Tagesumsatz von 2,5 mcg, wobei die Empfehlungen variieren.
Vitamin B12 ist der Mikronährstoff unter den Nährstoffen: Selbst bei einer lebenslangen Aufnahme einer Zufuhrmenge von 5 mvg / Tag nimmt der Mensch weniger als 1 g dieses Vitamins in seinem Leben auf. Vitamin B12 wird im Dünndarm aktiv in der an den Intrinsic Faktor (IF) gebundenen Form resorbiert. IF ist ein in der Magenschleimhaut gebundenes Mucoprotein,
das mit dem Vitamin B12 eine lose, für Darmbakterien unangreifbare Verbindung eingeht. (Mucoprotein ist ein Eiweißstoff der Schleimhaut, die man Mucosa nennt). Nur 1-5% des Vitamin B12 werden direkt
durch passive Diffusion aufgenommen. Durch seinen hohen Gesamtkörpergehalt an Vitamin B12 und dessen geringe Turnover-Rate (Umsatzgeschwindigkeit) ist der
Erwachsene vor einem klinischen Vitamin B12- Mangel im allgemeinen gut geschützt. Mangelerscheinungen treten nur bei
bestimmten pathologischen Umständen auf, die hauptsächlich die Vitamin B12- Resorption stark vermindern, etwa fehlendes IF.
Am häufigsten erkranken Erwachsene im Alter über 60 Jahren. Bei Vitamin B12- freier Ernährung (z.B. bei strengen Vegetariern =
Veganern) vergehen ca. 4 - 5 Jahre, bis Mangelsymptome deutlich werden. Vor allem Kinder von Veganern sind gefährdet.
Das Vitamin B12 ist überwiegend in der Leber gespeichert. Vitamin B12 hat Einfluß auf die Nukleinsäuresynthese, insbesondere bei verschiedenen Zellreifungsvorgängen im Körper.
Cobalamin ist ebenfalls nötig, um Homocystein zu Methionin umzubauen.
Bei strengen Vegetariern, nach Magenresektionen (operative Entfernung eines Teils des Magens) und Atrophie (Rückbildung ) der
Schleimhaut oder bei intestinalen Erkrankungen (Darmerkrankungen) kommt es oft erst nach Jahren zu Mangelerscheinungen. Häufig
sind Blutbildveränderungen in Form einer Anämie festzustellen. Neurologisch manifestieren sich Ausfälle am zentralen und peripheren
Nervensystem. Eine Polyneuropathie (Erkrankung des Nervensystems) kann mit Läsionen (Schädigungen) der langen
Rückenmarksbahnen und der Myelinscheide und psychischen Störungen kombiniert sein. Nach oraler Verabreichung von Vitamin B12 sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Licht und UV-Strahlen zerstören Vitamin B12. Nebenwirkungen sind bei oraler Gabe nicht bekannt. Folsäure, Folat Zum Anfang zurück Folsäure wirkt hauptsächlich im Gehirn und im Nervensystem; es ist dynamischer Bestandteil der Rückenmarksflüssigkeit.
Rund 30 Prozent aller Psychiatriepatienten haben starken Folsäuremangel. Für die Psyche sehr wichtig ist die Wechselwirkung zwischen
Folsäure, Vitamin B12 und der Aminosäure (Eiweißbaustein) Methionin. Vitamin B12 wandelt den Eiweißstoff Homocystein in Methionin um, das wiederum den Folsäuremolekülen
beim Bau und Einbau von Nukleinsäuren in den Zellkern hilft. Folsäure baut zusammen mit B6 und B12 Homocystein zu Methionin ab. Homocystein ist
nach neuen Forschungsergebnissen für die Arteriosklerose (Herzinfarktgefahr) mitverantwortlich.
Folsäure ist an der Bildung von Melatonin beteiligt. Melatonin ist ein Hormon der Epiphyse (Zirbeldrüse). Siehe Info Melatonin!
Reich an Folsäure sind grünes Gemüse wie Broccoli, Spinat, Spargel, Kohl, Innereien und auch Hefe. Einen geringen Folsäuregehalt
besitzen Fleisch, Fisch und Obst. Lagerung und Erhitzen zerstören einen Großteil der Folsäure, ein Teil geht ins Kochwasser über.
Die Verfügbarkeit von Folsäure aus Lebensmitteln beträgt 30 - 80 %, dabei wird Folat tierischen Ursprungs besser resorbiert (ca. 70 %) als pflanzliches (ca. 40 %). Aus Hefe können nur 10 % resorbiert werden.
Der minimale Tagesbedarf an Folsäure beträgt 50 mcg, was einer Zufuhr von etwa 100 mcg entspricht. Empfohlen wird jedoch eine Zufuhr von 400 mcg Folat pro Tag.
Dies ergibt sich aus der Annahme, daß nur 50 % des zugeführten Folats resorbiert werden und unter der Annahme, daß 100 - 200 mcg Folsäure pro Tag notwendig sind, um die Gewebereserven zu erhalten. Folsäuremangel gehört zu den häufigsten Avitaminosen (Vitaminmangel), die auch in den Industriestaaten weit verbreitet sind. Besonders Schwangere sind betroffen.
Da die blutbildenden Zellen des Knochenmarks eine besonders hohe Zellteilung haben, sind Störungen des Blutbildes ein frühes Zeichen des Folatmangels. Das häufigste Krankheitsbild
eines Folatmangels ist daher eine Megaloblasten- Anämie (Abnormitäten der roten Blutkörperchen), die auch durch einen Vitamin B12- Mangel hervorgerufen werden kann.
Seltener werden neurologische und psychiatrische Störungen sowie Schleimhautveränderungen beobachtet. Hauptursachen von
Folsäuremangel sind Mangel- oder Fehlernährung, Alkoholismus, Malabsorptionssyndrome (gestörte Resorption = gestörte Aufnahme), Entfernung des oberen Dünndarms sowie Hämodialyse (Blutwäsche).
PABA (P-Aminobenzoesäure) ist ein Wuchsstoff für Organismen (Bakterien), die Folsäure aufbauen können. PABA wird deshalb auch zu den B-Vitaminen gerechnet
. Sie tritt in Kombination mit Folsäure auf und gilt als Schönheitsvitamin für Haut und Haare. Biotin
Zum Anfang zurück
Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin und wird zum Vitamin B- Komplex gerechnet. In rohem Eiklar vorkommendes Avidin
führt zu einer drastischen Verminderung der Bioverfügbarkeit von Biotin. Möglicherweise trägt von der Darmflora gebildetes Biotin in geringem Umfang mit zur Versorgung bei.
Die klinische Bedeutung von Biotin für den Menschen wurde an einer Gruppe von Freiwilligen durch Gaben von großen Mengen rohem Eiklar
demonstriert. Es traten dermatologische Störungen, Depressionen, Muskelschmerzen und Anorexia (anormale Appetitlosigkeit) auf. Die Symptomatik verschwand rasch nach Gabe von 150 - 300 mcg Biotin am Tag. Biotin spielt nach neuen Erkenntnissen beim Glucose-, also beim Kohlenhydrat- Stoffwechsel eine große Rolle, vor
allem beim ersten Stoffwechselschritt, wobei es mit dem Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin zusammen wirkt. Biotin regt ferner selbständig die Glucokinase (Enzym des Zuckerstoffwechsels) an.
Dies ist besonders für Diabetiker wichtig, deren Konzentration von Glucokinase in der Leber niedrig ist. Durch Extra- Gaben an Biotin (16 mg / Tag) kann man den Glucose-
Stoffwechsel von Zuckerkranken erheblich verbessern. Die durchschnittliche Aufnahme von Biotin wird in Europa mit 50- 100 mcg pro Tag angegeben. Die Resorption findet überwiegend
im Dünndarm statt. Biotin wirkt als Coenzym u.a. bei der Gluconeogenese (Neubildung von Zucker in der Leber aus Milchsäure und Aminosäuren).
Biotinmangel kann u.a. bei Säuglingen als Folge eines unzureichenden Biotinspiegels der Muttermilch oder als Folge von
Verdauungsstörungen auftreten. Bestimmte Hauterkrankungen, die im Säuglings- und Kleinkindalter auftreten (seborrhöische
Dermatitis und Leinersche Krankheit) können durch Biotingaben in mg- Dosen sehr schnell günstig beeinflußt werden. Die Dermatitis
der Brustkinder verschwindet aber normalerweise, wenn der stillenden Mutter Biotin verabreicht wird.
Dialysepatienten mit neurologischen Störungen sprechen ebenfalls auf hohe Biotingaben an. Auch die 100-fache Tagesdosis erzeugt keine Nebenwirkungen.
Biotin kommt in nahezu sämtlichen Nahrungsmitteln, wenngleich auch in niedriger Konzentration vor, deshalb kommen
ernährungsbedingte Mangelerscheinungen relativ selten vor, zumal der Körper Biotin auch selber herstellen kann. Cholin, Bilineurin, Sinkalin Zum Anfang zurück Cholin
ist eine der wichtigsten sogenannten lipotropen Substanzen, die u.a. in der Leber für die Verarbeitung, das Verflüssigen und den Transport von Fettmolekülen
sorgt. Fehlt Cholin, können Fettmoleküle weder verarbeitet noch abtransportiert werden.
Dabei ist ganz entscheidend, daß Cholin selbst Teil bestimmter Fettsubstanzen und Lipoproteinen, wie z.B. Cholesterin , ist.
(Lipoproteine sind Fett- und Cholesterinmoleküle, die in eine Proteinhülle eingeschlossen sind und so über die Blutbahn transportiert werden.)
Cholinmangel führt zur Fettleber sowie zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen chemischen Krebserregern. Zusammen mit anderen Substanzen (z. B. Inositol) sorgt Cholin für die
Aufnahme und Verwertung von Cholesterin in den Zellen. Bei Cholinmangel kann ein Nachschub an Cholin deshalb den Cholesterinspiegel senken. Cholin
wird im gesamten Darm, sogar im Dickdarm aufgenommen und gelangt dann selbständig oder mit Hilfe von Trägerstoffen (z.B. Lecithin
) ins Blut und zur Leber. Aus Eiweißbausteinen, die in pflanzlicher Kost nur geringfügig vorkommen, wird es auch vom
Stoffwechsel selbst hergestellt. Strenge Vegetarier, die auf Eier, Milch und Milchprodukte verzichten, leiden möglicherweise an Cholinmangel, insbesondere dann, wenn sie unter Streß stehen.
In der Leber wird Cholin in Fett- Eiweißstoffe eingebaut und über die Blutgefäße zu allen Zellen gebracht. Durch die poröse Wand
der dünnen Blutkapillaren erreicht Cholin in seinem Träger- Protein die Schutzschicht der Zelle. Cholin wird im eigenen Darm, und
zwar unter Beteiligung der Eiweißstoffe Methionin, Serin sowie den Vitaminen B 12 und Folsäure hergestellt. Das fertige Vitamin
Cholin findet sich in hoher Konzentration in Leber, Eigelb, Bierhefe und Weizenkeim.
Ideal für eine konzentrierte Cholin-Kur ist Lecithin, in dem Cholin neben dem B-Vitamin Inositol Hauptbestandteil ist. Man geht von einem Verbrauch bis zu 4 Gramm Cholin pro Tag
aus, bei erhöhtem Streß bis zu 6 Gramm, wobei etwa ein Fünftel oder ein Viertel durch die Nahrungsaufnahme beigesteuert wird. . Inositol, Inosit Zum Anfang zurück *
Inositol wird zum Vitamin B-Komplex gezählt. Neben Niacin (Vitamin B3) enthält und braucht unser Körper von keinem Vitamin mehr als von Inositol.
Der Biostoff ist in extrem hoher Konzentration im Rückenmark, im Gehirn und in der Hirnflüssigkeit eingelagert, und zwar in vierfach höherer Konzentration als im Blut.
Inositol ist - anders als Cholin - sowohl in tierischem Gewebe als auch in Pflanzen enthalten, in tierischem Gewebe als Teil
der Phospholipide, die Phosphor, Fettsäure und Stickstoff enthalten. In pflanzlichen Zellen ist es Teil der Phytinsäure, die
Mineralien wie Calcium, Magnesium, Eisen oder Zink zu unverwertbaren Salzen binden kann, so daß sie dem Stoffwechsel nicht mehr zur Verfügung stehen.
Das Vitamin wird aber auch im Gehirn, teilweise in der Leber und wahrscheinlich auch in allen Geweben synthetisiert, die reich an Inositol sind.
Der Bedarf liegt etwa bei drei bis fünf Gramm pro Tag, bei Streß deutlich höher. Es kann jedoch nur ein gesunder Darm Inositol aus der Nahrung aufschließen. Dabei spielt das Enzym Phytase
insofern eine große Rolle, als dieses im Verdauungssaft oder in den Darmzotten angereichert wird. Fehlernährung, Antibiotika, Darmentzündungen, Einläufe, Pilzbefall u.a.
können zu einem gestörten Darmmilieu und damit u.a. zu Inositol - Mangel führen. Auch der Genuß von Koffein beeinträchtigt die Aufnahme von Inositol beträchtlich, ebenso die Einnahme von Medikamenten
. So kann u.U. ein Viertel des Tagesbedarfs an Inositol regelrecht zersetzt werden. Neben Cholin ist Inositol einer der beiden Hauptbestandteile von Lecithin,
das wiederum Teil sämtlicher Körperzellen ist. Zusammen mit Cholin wirkt Inositol vorbeugend gegen Arteriosklerose.
Inositol gelangt übers Blut in alle Zellen, in besonders hoher Konzentration in Gehirnzellen, wo es in die Membran, die Schutzschicht,
eingespeichert wird. Freies Inositol (sog. Inositide) ist aber auch im Blut enthalten, in einer Konzentration von etwa 4,5 mcg pro Milliliter. Inositol ist unentbehrlich für die
Entspannung unserer Nerven, ferner für die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit unserer Augen. Ein Mangel an Inositol kann zu Nervenschwäche, zu Schlafstörungen, zu Kreislaufstörungen und zu
Augenkrankheiten führen. Im Geovis Lecithin ist Inositol reichlich vorhanden Zum Anfang zurück
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